"Offenbarungseid" kann verschwiegen werden

+
Kredit auch bei verschwiegenem "Offenbarungseid" nicht kündbar (Symbolbild)

Frankfurt/Main  - Eine Bank darf einen Kreditvertrag nicht vorzeitig kündigen, weil der Kunde einen vor mehr als zwei Jahren geleisteten “Offenbarungseid“ verschwiegen hat.

Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt hervor. Nach dem Richterspruch gilt dies auch, wenn eine von der Bank eingeholte Schufa-Auskunft diese Information ebenfalls nicht enthält. Der Kunde müsse auf die Unvollständigkeit der Auskunft nicht von sich aus aufmerksam machen, heißt es in dem Beschluss (Az.: 19 U 41/10).

Die Frankfurter Richter beurteilten den Fall jedoch anders. Da die Schufa-Angaben keine entsprechenden Informationen enthielten, habe der Kunde sie auch nicht von sich aus ansprechen müssen. Denn er habe nicht wissen können, welche Löschungsfristen bei der Schufa gelten und daher davon ausgehen dürfen, dass die früheren finanziellen Probleme für die aktuelle Kreditvergabe keine Bedeutung mehr hätten.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.