Opel macht weniger Verluste als erwartet

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Opel konnte einen Milliardenverlust offenbar abwenden

Düsseldorf - Wie es aussieht, entkommt der angeschlagene Rüsselsheimer Autohersteller Opel für das Jahr 2009 doch noch  einem Milliardenverlust.

Opel hat im vergangenen Jahr offenbar weniger Verluste gemacht als erwartet. Wie das “Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf den Jahresabschluss der Adam Opel GmbH für 2009 schreibt, wendete das Unternehmen ein befürchtetes Milliardenminus noch ab.

Autosalon Paris 2010: Die Highlights

Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Etwa 100 Weltpremieren von rund 300 Herstellern aus mehr als 20 Ländern erwartet die Motorwelt ab 2. Oktober auf dem Pariser Automobilsalon 2010. Renault lässt mit dem DeZir keine Wünsche offen.  © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Renault DeZir: Die Sportwagenstudie von Renault fährt elektrisch und ist ein absoluter Hingucker. © Hersteller
Audi quattro concept
Audi zeigt sein Audi quattro concept: Das Showcar ist eine reinrassige Fahrmaschine mit 300 kW (408 PS) starkem Fünfzylinder-Turbo, Leichtbau-Karosserie und der neuesten Generation des permanenten Allradantriebs quattro. © Audi
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Der neue Audi Athlet: Der A7 Sportback ist sportlich, elegant und laut Hersteller technisch intelligent. © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Lotus Elite: Der Elite leistet 620 PS und soll in 3,5 bis 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Bentley Continental GT 575 PS/ 423 kW ist für 183 974 Euro zu haben. © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Kia Pop: Die Koreaner zeigen in Paris ihr erstes Elektromobil © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Gallardo LP 570-4 Blancpain Edition: Das V10-Triebwerk mit 5,2 Liter Hubraum leistet 419 kW (570 PS).  © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Mercedes CLS © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Peugeot 508 © Hersteller
Autosalon Paris 2010: Die Highlights
Peugeot HR 1: Die Studie zeigt, wohin die Reise geht. © Hersteller
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Porsche Speedster 911 © Hersteller
Mazda
Mazda Shinari © Mazda
VW Passat
Weltpremiere des neuen Passat: 4,2 Liter Verbrauch und Frontpartiedesign im Stile des Phaeton © VW
Opel Astra GTC
Opel Astra GTC © Opel
Maserati GranTurismo MC Stradale
Der Maserati GranTurismo MC Stradale mit 450 PS (330 kW) ist der Sportwagen der schnellste und leichteste aus dem Hause Maserati. © Maserati
Maserati GranTurismo MC Stradale
Maserati GranTurismo MC Stradale sprintet von Null auf Tempo 100 in nur 4,6 Sekunden. © Maserati
Audi R8 Syder 4.2 FSI Quattro
Audi R8 Syder 4.2 FSI Quattro © Audi
Peugeot 3008 HYbrid
Peugeot 3008 HYbrid © Peugeot

“Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2009 ein negatives operatives Ergebnis in der Größenordnung von 1,2 Milliarden Euro prognostiziert“, heißt es dem Bericht zufolge in den Unterlagen. Weiter zitiert die Zeitung: “Tatsächlich wurde nun ein Jahresfehlbetrag von 427 Millionen Euro ausgewiesen.“

Die Gewinner der Abwrackprämie

Schluss mit der Abwrackprämie: Die Mittel sind aufgebraucht. Insgesamt zwei Millionen Fahrzeuge kamen in die Schrottpresse - im Tausch mit einem neuen Gefährt. Profitiert haben vor allem Importeure und Exoten. Das sind die Gewinner unter den Automobilherstellern (Quelle: CAR-Universität Duisburg-Essen): Platz 1: Dacia (2009 voraussichtlich 62.019 zusätzlich verkaufte Fahrzeuge, entspricht einem Plus von 274,5 Prozent) © dpa
Platz 2: Lada (CAR-Institut-Prognose: 2850, Plus von 139,9 Prozent) © dpa
Platz 3: Fiat (99.597, Plus von 124,8 Prozent) © dpa
Platz 4: Hyundai (49.606, Plus von 106,0 Prozent) © dpa
Platz 5: Suzuki (27.437, Plus von 82,2 Prozent) © dpa
Platz 6: Kia (25.496, Plus von 82,0 Prozent) © dpa
Platz 7: Alfa Romeo (5297, Plus von 76,9 Prozent) © dpa
Platz 8: Skoda (76.288, Plus von 69,4 Prozent) © dpa
Platz 9: Seat (28.760, Plus von 64,3 Prozent) © dpa
Platz 10: Toyota (53.402, Plus von 63,3 Prozent) © dpa
Ein deutscher Hersteller war in den Top Ten nicht zu finden. Aber Opel verkauft zusätzlich immerhin stattliche 105.092 Autos, ein Plus von 44,9 Prozent. © dpa
Ähnlich VW: 193.353 zusätzlich verkaufte Wagen, ein Plus von 34,7 Prozent © dpa
Bei den anderen deutschen Herstellern kann von Gewinnern schon nicht mehr die Rede sein: Audi etwa soll 1,1 Prozent unter seiner Kalkulation liegen © dpa
Bei BMW dürften es sogar 7,3 Prozent sein © dpa
Der Verlierer heißt Mercedes mit voraussichtlich 38.066 Exemplaren weniger als eingeplant, ein Minus von 12,8 Prozent. © dpa

2008 hatte Opel noch einen Verlust von 1,164 Milliarden Euro verbucht. Die Trendwende beruht den Angaben zufolge insbesondere auf der im vergangenen Jahr ausgelaufenen staatlichen Abwrackprämie, die Massenherstellern wie Opel und VW deutliche Absatzimpulse beschert hatte. Für die Adam Opel GmbH werden laut den Unterlagen in den Jahren 2010 und 2011 Umsatzerlöse von 11 Milliarden und 13 Milliarden Euro erwartet, schreibt das Blatt weiter.

Gewinne ab 2012 erwartet

Die Verlustzone verlasse Opel auch dieses Jahr nach den internen Planungen nicht. Opel-Chef Nick Reilly habe vor wenigen Tagen bereits auf dem Autosalon in Paris einen “signifikanten Verlust“ angekündigt. Laut Jahresabschluss rechne der Hersteller 2010 mit einem “immer noch deutlich negativen Ergebnis im Milliardenbereich“. Nach einem positiven Ergebnis vor Restrukturierungen im Jahr 2011 wolle die Gesellschaft “ab dem Jahr 2012 wieder Gewinne erzielen“.

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