Hoffnungsträger Adam

Neue Opel-Modelle gegen Absatzkrise

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Der Adam ist der neue Hoffnungsträger bei Opel.

Rüsselsheim - Opel ist einer der großen Verlierer der tobenden Absatzkrise in Westeuropa. Mit Produktneuheiten will der Autobauer zurück auf die Erfolgsspur. Der Hoffnungsträger Adam wird derzeit in Paris präsentiert.

Mit neuen Modellen in boomenden Segmenten will der Autobauer Opel seine schwere Absatzschwäche überwinden. „Ein wichtiger Bestandteil unserer Produktoffensive ist der neue Mokka, der Anfang Oktober auf den Markt kommt“, sagte Opel-Marketingvorstand Alfred E. Rieck am Freita auf dem Pariser Autosalon. Der neue Hoffnungsträger soll helfen, die Absatzziele in diesem Jahr zu erreichen: „Wir werden in diesem Jahr erneut mehr als eine Million Autos verkaufen“, betonte Rieck. 2011 hatte Opel rund 1,2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Für das kommende Jahr gibt die Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) bisher keine Prognose. Für Rückenwind soll dann aber auch der Kleinwagen Adam sorgen, der in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt wird und von Januar an in Eisenach vom Band laufen soll. Das Auto kann seit diesem Donnerstag bestellt werden.

Mit dem Stadtflitzer will Opel den Modellen Citroën DS3, Mini oder Fiat 500 Konkurrenz machen. Einen der herausragenden Vorzüge sieht Rieck in der Vielfältigkeit des Adam: „Die erste und wichtigste Idee hinter dem Adam ist, dass er mehr als jedes andere Auto auf dem Markt individualisiert werden kann.“ Allein für den äußeren Look hätten Kunden mehr als 30 000 Variationsmöglichkeiten.

Für den kompakten Sport-Geländewagen (SUV) Mokka, der etwa gegen den Nissan Juke oder den Skoda Yeti konkurrieren soll, lagen der Adam Opel AG Ende August 25 000 Bestellungen vor. Neuere Zahlen will Rieck bisher nicht nennen. „SUVs nehmen an Beliebtheit zu. Europa ist nicht gerade ein Markt für große Fahrzeuge. Insofern ist der Mokka genau die richtige Antwort für Europa“, sagte Rieck. Die relativ hohen Zahl von Bestellungen noch vor der Markteinführung zeige, dass der Mokka ein Treffer sei.

Opel-Chef Thomas Sedran hatte Anfang September den neuen Unternehmensplan „Drive Opel 2022“ vorgestellt. Neben Kostensenkungen etwa beim Personal und in der Fertigung sind neue Modelle in zuletzt vernachlässigten Segmenten ein wesentlicher Kern dieses Plans. „Bis 2016 werden wir 23 neue Modelle einführen und drei neue Motorenfamilien“, sagte Rieck. Unter anderem will Opel im März 2013 wieder ein Cabrio mit dem Namen Cascada in den Verkauf bringen. Unter dem Adam ist noch ein Kleinstwagen (Citycar) geplant.

GM hatte im zweiten Quartal in seinem Europageschäft mit Opel und Vauxhall einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar (294 Mio Euro) geschrieben. Im ersten Quartal hatte der Verlust noch bei 256 Millionen Dollar gelegen.

dpa

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