Opel-Treuhänder sieht sinkende Chancen für Magna

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Opel-Treuhänder sieht sinkende Chancen für Magna.

Frankfurt/Main - Durch den Sieg von Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl sind nach Einschätzung des Opel-Treuhänders Dirk Pfeil die Chancen für einen Verkauf des deutschen Autobauers an den kanadischen Zulieferer Magna gesunken.

“In der neu zusammengesetzten Bundesregierung wird über die bisherigen Entscheidungen zu Opel und die drohenden Auflagen der EU-Kommission noch einmal nachgedacht“, sagte Pfeil der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Folge könnte eine Lösung sein, “bei der Opel vollständig im Konzernverbund von General Motors bleibt“. Wenn der Autohersteller nicht wie geplant mehrheitlich an Magna verkauft würde, könnte dies auch den Steuerzahler entlasten, sagte Pfeil der Zeitung. Bei einem Verbleib von Opel beim bisherigen Mutterkonzern GM läge der Finanzbedarf nach seinen Schätzungen bei 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Magna dagegen kalkuliert mit Staatshilfen von 4,5 Milliarden Euro.

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In Kreisen der hessischen Landesregierung hieß es am Dienstag, ein Verbleib von Opel bei GM sei sehr unwahrscheinlich. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering lehnte einen Kurswechsel bei der Opel-Rettung kategorisch ab. “Ich bin strikt dagegen, den Verkauf von Opel neu aufzurollen“, sagte der SPD-Politiker: “Es ist unverantwortlich, nach einem so umfangreichen Bieterverfahren das Rad wieder zurück zu drehen.“ Damit würden auch neue wirtschaftliche Perspektiven für Opel gefährdet. Rheinland-Pfalz gehört neben Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen zu den Ländern mit großen Opel-Standorten.

Kritik an der Entscheidung für Magna

Pfeil ist Mitglied im fünfköpfigen Beirat der Opel-Treuhand, die bei der Rettung des Autoherstellers eine Schlüsselrolle spielt. Als Vorsitzender der FDP in Frankfurt am Main und Schatzmeister der hessischen Liberalen gehört er der gleichen Partei an wie der künftige Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Pfeil hatte sich Anfang September bei der Abstimmung im Treuhandbeirat über den Verkauf von Opel an Magna der Stimme enthalten und später Kritik an der Entscheidung geübt.

Die EU-Kommission hat von der Bundesregierung sowie von GM und der Opel-Treuhand schriftliche Erklärungen verlangt, aus denen hervorgehen soll, dass die von Deutschland in Aussicht gestellten Staatshilfen allen potenziellen Opel-Investoren zur Verfügung standen. Der Verwaltungsrat von General Motors will sich mit dem Thema auf seiner Sitzung am 3. November befassen.

AP

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