Ost-Ausschuss warnt:

Wegen Ukraine-Konfikt: 25000 Jobs bedroht

Berlin - Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft fürchtet bei einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts um bis zu 25 000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Der Ausschussvorsitzende Egon Cordes bezeichnete zudem die Debatte über Wirtschaftssanktionen gegen Russland  als „absolutes Gift für die Wirtschaftsentwicklung in dieser Region“. „Wir haben noch gar keine Sanktionen“, sagte er am Freitag in Berlin. „Aber die Sanktionen wabern durch den Raum und führen zu einer deutlichen Schwächung der wirtschaftlichen Entwicklung.“

In einer Umfrage unter etwa hundert deutschen Unternehmen sprachen sich 44 Prozent strikt gegen Sanktionen aus. 47 Prozent wären als „allerletztes Mittel“ damit einverstanden.

Nach Angaben des Ost-Ausschusses brachen die deutschen Ausfuhren in die Ukraine und nach Russland in den ersten vier Monaten des Jahres ein. Der Export in die Ukraine ging in Jahresfrist um 31 Prozent zurück, was 500 Millionen Euro entspricht. Die Ausfuhren nach Russland sanken um 14 Prozent oder 1,7 Milliarden Euro.

„Wenn die vier Monate sich so weiter entwickeln im gesamten Jahr, heißt das Gefahr für 25 000 Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte Cordes. Deshalb müsse alles dafür getan werden, um die Lage in der Region zu stabilisieren. „Darüber hinaus muss alles entwickelt werden, damit die Negativ-Entwicklung nicht auf andere Teile Osteuropas überschwappt.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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