Rund 5,60 Euro pro Kopf

Osterwoche für Süßwarenhandel wichtiger als Weihnachten

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Die Bundesbürger gaben 2016 etwa 447 Millionen Euro für Osterhasen, Schokoeier und andere Osterartikel aus. Foto: Sebastian Gollnow

Schokoladeneier und Osterhasen: In der Woche vor dem Fest kaufen die Deutschen mehr Süßigkeiten als in allen anderen Wochen des Jahres. Nur eines könnte den Händlern noch das Geschäft verderben.

Düsseldorf (dpa) - Ostern ist Süßigkeitenzeit. "In keiner anderen Woche haben die Deutschen im vergangenen Jahr so viel Geld für Süßigkeiten ausgegeben wie in der Osterwoche", sagte Michael Greiss vom Marktforschungsunternehmen Nielsen der Deutschen Presse-Agentur.

Nicht einmal die Woche vor Weihnachten konnte da mithalten. Insgesamt gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr laut Nielsen rund 447 Millionen Euro für Osterhasen, Schokoeier und andere saisonale Osterartikel aus. Das entspricht rund 5,60 Euro pro Kopf. Dabei ist das Schokoladen-Osterei nach wie vor die liebste Osternascherei. Fast 40 Prozent ihres Budgets für Ostersüßigkeiten geben die Bundesbürger allein dafür aus. Erst auf an zweiter Stelle in der Beliebtheitsrangliste folgt demnach der Schokoladen-Osterhase.

Auch wenn Lust auf Süßes vor Ostern besonders groß ist, den Preis verlieren die Deutschen deshalb nicht aus den Augen. Die meisten Ostersüßigkeiten kaufen sie beim Discounter. Bei Ostereiern liegt der Umsatzanteil von Aldi, Lidl und Co. bei fast 60 Prozent. Bei Osterhasen beträgt er immerhin noch 32,5 Prozent. Hier können aber auch Verbraucher- und Supermärkte mit ihrer größeren Auswahl punkten.

Neben den klassischen Produkten finden sich inzwischen nach Angaben des Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network auch immer mehr Nischenprodukte im Osterangebot. Die Bandbreite reicht von Bio-Osterprodukten über vegane und fair gehandelte Süßigkeiten bis zu laktose- und glutenfreien Varianten.

Nach der eher enttäuschenden Ostersaison 2016 hofft die Branche in diesem Jahr wieder auf bessere Geschäfte. Immerhin dauert die Saison wegen des späteren Ostertermins zwei Wochen länger als im vergangenen Jahr.

Eine wichtige Rolle spielt dabei allerdings auch das Wetter. Die Grundregel sei: Bei kühlem Regenwetter greifen die Kunden lieber zu Schokolade und anderem Naschwerk, als bei sommerlichen Temperaturen. Auch wenn die vergangenen Wochen ungewöhnlich warm waren, hat die Branche die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. "Die Umsätze werden vor allem in der letzten Osterwoche entschieden, in der der Abverkauf massiv anzieht", sagte Sweets-Global-Vorstandschef Hans Strohmaier.

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