Partnerschaft ist Schlüssel für erfolgreiche Logistik

Logistik ist in Deutschland ein Job-Faktor ersten Ranges“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem 10. VDA-Logistikkongress in Wolfsburg, der am 21. Februar stattfand. Mit 2,7 Millionen Beschäftigten und 200 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2009 sei die Branche ein ganz entscheidender Pfeiler der deutschen Volkswirtschaft. „Deutschland ist die erfolgreichste Logistiknation der Welt, auf der Logistik-Rangliste der Weltbank belegt Deutschland Platz eins. Die Branche ist weltweit führend bei Pünktlichkeit und Qualität“, betonte Wissmann.

„Für die Automobilindustrie ist die Logistik der Keilriemen der Lieferkette. Hier treffen alle Beteiligten des Produktions- und Lieferprozesses zusammen – vom Hersteller, über die Zulieferer bis zum Logistiker. Partnerschaft und ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten in der Lieferkette sind der Schlüssel einer erfolgreichen Logistik“, sagte Wissmann weiter. Vor allem in der Wirtschafts- und Finanzkrise habe sich gezeigt, „wie wichtig stabile Kunden-Lieferanten-Beziehungen sind, um jederzeit und gemeinsam auf volatile Marktanforderungen reagieren zu können“.

Märkte wuchsen im Jahr 2010 überraschend stark an

Der Produktionsrückgang habe dazu geführt, dass die Lieferketten geleert wurden. „Im Jahr 2010 wuchsen die Märkte jedoch überraschend stark an, die Nachfrage stieg sprungartig. Die Logistiker mussten sozusagen von einer Vollbremsung umschalten und das Gaspedal durchdrücken“, betonte VDA-Präsident Wissmann. Diese Herausforderung hätten Industrie und Logistikdienstleister hervorragend gemeistert.

Klimafreundlicher Transport braucht die richtige Infrastruktur

Für eine leistungsfähige Logistik, die auch den Ansprüchen an einen klimafreundlichen Transport entsprechen könne, sei auch eine geeignete Infrastruktur notwendig. Wissmann: „Ein Teil der erzielten Einsparerfolge beim Kraftstoffverbrauch wird Tag für Tag im Stau wieder zunichte gemacht. Wir sind daher froh, dass seit dem Jahr 2011 die Mauteinnahmen für die Straßeninfrastruktur verwendet werden.“

Fortsetzung nächste Seite

Fortsetzung

Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Güterverkehr sei auch der Einsatz längerer Lkw-Kombinationen. Sie könnten die gleiche Gütermenge mit weniger Fahrzeugen und weniger CO2-Ausstoß transportieren. „Es ist daher gut und richtig, dass die Bundesregierung am Feldversuch mit Lang-Lkw festhalten will“, sagte der VDA-Präsident.

Bedeutung von Autoindustrie und Logistik wurden gewürdigt

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadt-entwicklung, Andreas Scheuer MdB, würdigte die Bedeutung der Automobilindustrie und Logistik für die deutsche Wirtschaft sowie die gute Zusammenarbeit und enge Verzahnung beider Wirtschaftszweige. Scheuer, der auch Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik ist, sagte weiter: „Automobilindustrie und Logistikbranche sind Motoren des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Sie haben sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise gut erholt und laufen nun wieder auf Hochtouren.“

„Die Automobilindustrie verfügt über eine starke Innovationskraft und findet immer wieder Antworten auf die Herausforderungen der Zeit.“

Andreas Scheuer

Scheuer hob zudem die wichtige Rolle der Automobilindustrie bei der Entwicklung alternativer Antriebe hervor: „Die Automobilindustrie verfügt über eine starke Innovationskraft und findet immer wieder Antworten auf die Herausforderungen der Zeit, insbesondere im Bereich der Elektromobilität“, erklärte Scheuer. „Der Bund unterstützt diese Entwicklung. Wir fördern umweltfreundliche Transporter und Lkw, zum Beispiel mit dem Projekt E-Stadtlogistik in Berlin. Paketsendungen sowie Güter werden mit Elektro-Lkw und Elektro-Transportern geliefert. Das entlastet die Menschen von Lärm und Abgasen.“ NH

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.