Schnäppchen, Sicherheit, schonende Reinigung: So macht Baden richtig Spaß

Planschen im Mini-Pool

Kassel. Die Planschbecken-Saison hat begonnen: Kinder freuen sich mit ihren Quietsche-Entchen über Abenteuer im seichten Wasser. Jedoch sollten Eltern einiges beachten, wenn es um die aufblasbaren Becken geht.

? Wo steht der Mini-Pool am günstigsten?

! Am besten auf weichem, ebenem Grund, rät Rainer Weiskirchen, Sprecher des TÜV Rheinland. Elektrische oder mechanische Luftpumpen erleichtern das Aufstellen.

? Gibt es Prüfsiegel, auf die sich der Verbraucher verlassen kann?

! Ja. Beim Kauf sollte man auf das TÜV Prüfzeichen achten. Es garantiert, dass das Becken den EU-Richtlinien zu Schadstoffgehalt und Sicherheit entspricht. Schwimmflügel sollten idealer Weise das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit haben. Wichtig: Die Schwimmhilfen sollten nicht wie Spielzeug gestaltet sein.

? Braucht ein Planschbecken besondere Pflege?

! Prinzipiell nicht. Das Wasser muss aber spätestens alle drei Tage gewechselt werden. Ein weicher Lappen reicht laut Weiskirchen, um Schmutz zu entfernen. Er warnt zudem vor Spül- und Desinfektionsmittel, weil Kinderhaut allergisch darauf reagieren kann.

? Wie gut sind Billig-Becken für unter zehn Euro?

! Nicht der Preis, sondern die Sicherheit sollte beim Kauf im Vordergrund stehen. Also: So lang ein TÜV-Prüfzeichen auf dem Schnäppchen ist, können Eltern mit gutem Gewissen zuschlagen. Ohne Zeichen könnte das Produkt gesundheitsschädliche Chemikalien wie Weichmacher enthalten. Das gilt auch für aufblasbare Wasserspielzeuge. Weiskirchen empfiehlt deshalb, im Fachgeschäft statt am Strand oder an einem Kiosk einzukaufen.

? Worauf müssen Eltern noch achten, wenn ihre Kinder im Mini-Pool baden?

! Niemals sollten Kinder unbeaufsichtigt im Planschbecken bleiben. Auch wenn das Wasser meist nur wenige Zentimeter tief ist, können Kleinkinder darin ertrinken.

? Darf ich das Planschbecken meiner Kinder auf den Balkon meiner Mietwohnung stellen?

! Ja, da es sich juristisch um einen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung handelt. Ingo Groß, Geschäftsführer des Mieterbundes Nordhessen, erklärt: „Voraussetzungen sind aber, dass der Balkon groß genug ist, die Tragfähigkeit stimmt und der Nachbar im Stockwerk darunter kein Wasser abbekommt.“

? Und bei schlechtem Wetter: Dürfen die Sprösslinge ihren Badespaß dann auch in der Wohnung genießen?

! Ja. Denn es handelt sich ebenfalls um den vertragsgemäßen Gebrauch. Allerdings sollten Eltern dann aufpassen: „Steht das Planschbecken in der Wohnung, darf dadurch nichts beschädigt werden. Durch das Wasser können zum Beispiel Parkett oder Teppichboden aufweichen“, warnt Groß. Foto: dpa

Von Dorothea Backovic

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