Autobauer setzt auf Fernost

VW plant neue Auflage der Luxuslimousine Phaeton

Die Luxuslimousine Phaeton.

Dresden/Wolfsburg. Volkswagen plant eine neue Auflage seiner Luxuslimousine Phaeton. Das Anfang 2002 gestartete Modell, mit dem Europas größter Autokonzern auch seine Kernmarke VW-Pkw in der Oberklasse etablieren wollte, soll überarbeitet werden.

Die Chemnitzer Tageszeitung "Freie Presse" hatte am Mittwoch darüber berichtet. Allerdings wies das Unternehmen Informationen zurück, wonach der neue Phaeton bereits 2015 vom Band rollen soll. Dazu gebe es noch keine definitive Entscheidung, hieß es bei Volkswagen.

Der Phaeton wird in der Gläsernen Manufaktur in Dresden produziert. Er galt als eines der Lieblingsprojekte des früheren VW-Vorstandschefs und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch. Während sich das Hightech-Modell auf dem deutschen Markt lange nicht so gegen die Konkurrenz von BMW oder Mercedes-Benz durchsetzen konnte wie erhofft, punkteten die Wolfsburger mit dem Phaeton vor allem in Asien. 70 Prozent der Luxusautos verkauft VW nach Fernost.

Insbesondere die steigende Nachfrage auf dem chinesischen Markt belebte in den vergangenen Jahren das Geschäft. Das Reich der Mitte steht bei den Abnehmern noch vor Deutschland auf dem ersten Platz. Danach folgen Südkorea, Russland und Großbritannien.

Nach Angaben der VW-Manufaktur lag der Phaeton-Absatz im Jahr 2011 bei 10 270 Stück. Dem Vernehmen nach ging er 2012 auf 9332 Wagen zurück. Momentan fertigen rund 500 Mitarbeiter in der Manufaktur täglich im Schnitt 48 Phaeton. Mit 150 Luxusautos pro Tag hatte die Gläserne Manufaktur geplant, als sie vor mehr als zehn Jahren an den Start ging. Allerdings erfüllten sich die Hoffnungen bislang nicht. (dpa)

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