VW plant neues Werk in Nordwest-China

Wolfsburg. Der VW-Konzern plant nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein neues Werk im nordwestlichen China.

In der Provinz Xinjiang prüfe das Unternehmen den Bau einer Fabrik, berichtete das Blatt am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. In der Provinzhauptstadt Urumqi könnten den Angaben zufolge Mittelklassewagen produziert werden. In einem ersten Schritt solle das deutsch-chinesische Joint Venture Shanghai Volkswagen (SVW) dort etwa 230 Millionen Euro investieren. Volkswagen sei damit der erste ausländische Autobauer, der ein eigenes Werk in der als Unruheregion geltenden Provinz erwägt.

Der neue Standort sei für die Fertigung von Modellen vorgesehen, die speziell für den chinesischen Markt angeboten werden. Eine Bestätigung aus der Wolfsburger VW-Zentrale gab es hierzu nicht. „Es gibt noch keinerlei Vereinbarungen. Aber vor dem Hintergrund des stark wachsenden chinesischen Marktes knüpfen wir Kontakte zu Ansprechpartern, um neue Chancen zu identifizieren“, sagte ein Konzernsprecher.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen forderte die VW-Spitze auf, bei einem möglichen Fabrikbau in Xinjiang auf die Interessen der muslimischen Minderheit der Uiguren Rücksicht zu nehmen. Sie sollten bei der Einstellung bevorzugt berücksichtigt werden.

„Damit könnte VW einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der desolaten Menschenrechtslage der Uiguren leisten“, hieß es. (dpa)

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