Porträt: Ingo Buchholz ist Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse

Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse. Foto: M. Wewetzer

Kassel. Seit Januar ist Ingo Buchholz Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse. Mit 46 Jahren ist er einer der jüngsten Chefs in der Geschichte des des Hauses. „Verantwortung ist schon wunderbar, aber es ist etwas anderes, ob man Beifahrer ist oder selbst das Steuer hält“, sagt er.

2006 kam Buchholz zur Kasseler Sparkasse, er startete als stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Im Januar trat er die Nachfolge von Dieter Mehlich an – den „VV“, wie er seinen Posten beiläufig nennt.

Aufhebens um seine Person macht er nicht. Der Erfolg sei die Leistung aller 1156 Mitarbeiter. „Das ist mir wichtig“, und dabei wird der Mann, der gern und viel lacht, sehr ernst. Für ihn ist die Sparkasse ein Familienunternehmen. „Bei einer Großbank würde ich mich nicht wohl fühlen.“

Zwar muss auch die Sparkasse Geld verdienen, „aber wir sind kein Profitcenter.“ Vom Gewinn 2010 profitieren Stadt und Kreis Kassel als Träger mit insgesamt 6,5 Millionen Euro, mit weiteren 1,68 Mio. Euro wird das soziale Engagement gefördert.

Als er sich für Kassel entschied, habe die Unternehmenskultur und die Seelenverwandschaft zu Mehlich den Ausschlag gegeben. Dafür gab er seinen Posten in Soltau auf und zog mit Ehefrau Simone und Sohn Niklas nach Vellmar.

Geboren ist er in Braunschweig, aufgewachsen in Großburgwedel bei Hannover, wo seine Eltern ein Fernsehgeschäft führten. Die Zeit im Laden formte seinen Berufswunsch etwas mit Kunden zu machen. Auf dem Weg dorthin hätte er nach einem Sparkassen-Praktikum am liebsten die Schule geschmissen.

Stattdessen machte er sein Wirtschaftsabitur in Celle und lernt seine Simone kennen. Sie habe ihn sein Sparkassen-Leben begleitet: als Verbandsprüfer der niedersächsischen Sparkassen, auf Vorstandsposten in Hildesheim und Soltau und jetzt, wenn er nach Hause kommt und noch Akten mitbringt. „So bin ich, ich mag es nicht, unvorbereitet in einen Termin zu gehen.“ Aber in seiner Freizeit steht seine Familie an erster Stelle: Ausflüge zur Sababurg, in den Zoo nach Hannover und über Ostern eine Woche mit dem Wohnmobil reisen - „das ist mir wichtig“.

Denn seine Aufgaben sind enorm: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel „Das strahlt auf die Sparkasse ab.“ Dann wären da noch die Rolle der Landesbanken – bang ist Buchholz keineswegs. Er vertraut auf seine Mitarbeiter.

Von Martina Wewetzer

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