Post startet rechtssicheren E-Mail-Verkehr

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Der E-Postbrief kommt: Die Deutsche Post hat am Mittwoch ihr Angebot für den rechtssicheren E-Mail-Verkehr gestartet.

Bonn - Die Deutsche Post hat am Mittwoch ihr Angebot für den rechtssicheren E-Mail-Verkehr gestartet. Ab sofort sei die Registrierung von Mail-Adressen für den E-Postbrief möglich.

Das sagte das für den Briefbereich zuständige Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes am Mittwoch in Bonn. “Mit dem E-Postbrief bringen wir das Briefgeheimnis ins Internet“, sagte Gerdes. Wie der traditionelle Brief wird der E-Postbrief 55 Cent kosten, egal ob er im Internet abgeschickt und dann in Papierform ausgetragen oder vollständig elektronisch übermittelt wird. Zu den schon gewonnenen Kunden zählen etwa SAP, die Allianz, die Zürich Gruppe, Lotto Hessen und der ADAC.

Neben der Deutschen Post bieten auch andere Unternehmen wie die Deutsche Telekom, GMX und web.de das neue De-Mail-Verfahren an. Diese Anbieter haben angekündigt, die Gebühr für den Dienst deutlich niedriger festzulegen.

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Mit dem E-Postbrief können Privatpersonen, Unternehmen und Verwaltungen sicher im Internet kommunizieren. Ein solcher Brief sei genauso vertraulich und verlässlich wie der herkömmliche Brief, dabei aber so schnell wie eine E-Mail, sagte Gerdes. Postchef Frank Appel sprach von einer Revolution. Nutzer können unter www.epost.de ihre persönliche E-Postbrief-Adresse reservieren. In der Anlaufphase erhalten sie dann innerhalb weniger Tage mit gewöhnlicher Post einen Freischaltcode. Ab November wird dieser Code elektronisch zugestellt. Mit dem Ausdruck dieser Adresse und dem Personalausweis oder dem Pass müssen sich die Nutzer dann in einer Postfiliale identifizieren. Erst dann wird das Briefkonto freigeschaltet. So soll die Identität der Nutzer zweifelsfrei festgestellt werden.

Für Adressaten, die so ein Konto nicht haben oder über keinen Internetzugang verfügen, wurde der sogenannte Hybridbrief geschaffen. Der Absender schickt seine Mail, die dann automatisch gedruckt und kuvertiert und schließlich vom Postboten ausgetragen wird. “Wir erreichen jeden“, sagte Gerdes. Auch Einschreiben sind elektronisch möglich, wahlweise mit oder ohne Rückschein. Sie kosten 1,60 Euro.

Die Post will mit dem Online-Brief nicht nur eine Art sichere E- Mail anbieten, sondern auch vernetzte Geschäftsmodelle. Teil des Angebots sollen auch Bezahldienste sowie ein “Dokumentensafe“ zur langfristigen Archivierung der Briefe sein. Zum Beispiel könnte man eine Arztrechnung direkt via System begleichen, an die Krankenkasse weiterleiten und speichern. Der ADAC will mit dem Online-Brief unter anderem Gebrauchtwagen-Käufe oder die Mitfahrbörse sicherer machen. Bei Lotto Hessen wird man die Tippscheine elektronisch einschicken können.

Das Briefgeschäft ist die wichtigste Säule der Post, schrumpft in der Internet-Ära aber kontinuierlich, da immer mehr E-Mails verschickt werden. Im vergangenen Jahr dürfte der Umsatzrückgang in dem Bereich nach bisherigen Informationen etwa fünf Prozent betragen haben.

dpa

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