Postbank-Kunden hatten Probleme beim Geldabheben

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Zahlreiche Postbank-Kunden hatten Am Wochenende Probleme beim Geldabheben. Grund ist der Sicherheitschip auf neueren Karten.

Bonn - Zahlreiche Kunden der Postbank hatten am Wochenende Probleme, wenn sie mit neueren EC- und Kreditkarten Geld am Automaten ziehen wollten.

Ein Teil der Karten mit einem Sicherheits-Chip sei von den Automaten abgewiesen worden, sagte ein Sprecher der Postbank am Sonntag in Bonn. Die Geldautomaten selbst hätten tadellos funktioniert. Experten würden derzeit nach der Ursache suchen, warum einige der Karten mit dem sogenannten EMV-Chip von den Automaten nicht angenommen würden. Wie viele Kunden betroffen sind, konnte der Sprecher nicht sagen. Nach seiner Einschätzung dürften auch Kunden anderer Geldinstitute Probleme mit diesen Karten haben.

Das ändert sich für Bankkunden

Warum werden die Geschäftsbedingungen geändert? © Jens Schierenbeck/dpa
Am 31. Oktober tritt eine EU-Richtlinie in Kraft, die die Zahlungsbedingungen im Europäischen Wirtschaftsraum vereinheitlichen soll. © dpa
Was ändert sich bei Schäden durch gestohlene oder verlorene EC-Karten? © dpa
Wenn die EC-Karte abhandenkommt und Fremde damit Geld abbuchen, müssen Kunden demnächst bis zu einer Höhe von 150 Euro haften. Einzelne Institute haben aber angekündigt, auf die Selbstbeteiligung zu verzichten. Wer zum Beispiel seine PIN auf die Karte schreibt, haftet weiterhin unbegrenzt. © dpa
Was ändert sich bei Überweisungen in Papierform? © dpa
In Zukunft haben Banken nicht mehr die Pflicht, den auf dem Formular angegeben Empfängernamen mit der Kontonummer abzugleichen. Beim Online- und Telefonbanking müssen sie das schon jetzt nicht. Bei einem Zahlendreher kann das Geld ungewollt bei jemand anderem landen. © dpa
Können Kunden irrtümliche Überweisungen in Zukunft noch aufhalten? © dpa
Nein. Wer einen Beleg bei der Bank einwirft oder am Computer auf den Überweisungsknopf drückt, der ist das Geld erst mal los. Wer es sich danach anders überlegt, ist nach Auskunft von Stephanie Pallasch von der “Stiftung Warentest“ auf die Kulanz der Bank angewiesen. © dpa
Kann das Geld bei einer Überweisung zum falschen Konto verloren gehen? © dpa
In der Regel reicht eine Benachrichtigung der Bank, damit der Betrag zurückgebucht werden kann. Damit das Geld dauerhaft weg kommt, muss demnach dreifaches Pech im Spiel sein: Der Kunde müsste die Kontonummer falsch schreiben, es müsste die falsche Nummer tatsächlich geben und es müsste der Empfänger mittellos sein und das Geld gleich ausgeben. © dpa
Wie verändern sich Lastschriften? © Jens Schierenbeck/dpa
Ab dem 1. November dieses Jahres sind sogenannte SEPA-Lastschriften möglich - benannt nach der “Single Euro Payments Area“, also dem einheitlichen europäischen Zahlungsraum. Für diese Lastschriften gelten laut Pallasch andere Rückholfristen: Bis zu acht Wochen nach der Abbuchung kann der Kontoinhaber das Geld zurückfordern. © dpa

Die EMV-Technologie soll die Karten gegen das illegale Kopieren und die gespeicherten Daten vor Manipulationen schützen. EMV steht für die drei Gesellschaften, die den Standard entwickelten: Europay International (heute MasterCard Europe), MasterCard und VISA. Die Chips sollen die bisher üblichen Magnetstreifen ersetzen. Nach Angaben des Unternehmens EMVCo, das die Technologie entwickelt, waren 2008 weltweit rund 730 Millionen Geldkarten mit dem EMV-Standard ausgestattet.

dpa

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