Postbeschäftigte protestieren gegen befristete Jobs

+
Verdi plant in mehreren Städten Protestaktionen in der Adventszeit. Foto: Daniel Naupold/Archiv

Nürnberg (dpa) - Mitten im Weihnachtsgeschäft regt sich Widerstand der Postbeschäftigten gegen befristete Arbeitsverhältnisse. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat alle Mitarbeiter der Briefniederlassung Nürnberg für heute zu einer Betriebsversammlung in die Meistersingerhalle eingeladen.

Verdi rechnet mit rund 1000 Teilnehmern. Daher dürfte die Postzustellung in Teilen Bayerns ausfallen, kündigte die Gewerkschaft an. Bei einer Kundgebung werde gegen die "skandalöse Befristungspolitik" der Deutschen Post protestiert.

Allein in der Briefniederlassung Nürnberg hätten mehr als 800 der rund 4000 Beschäftigten nur einen befristeten Vertrag, obwohl sie dringend gebraucht würden. Bundesweit sind es laut Verdi rund 23 500 zeitlich befristete Jobs. Auch in anderen deutschen Städten plant Verdi in der kommenden Woche Protestaktionen.

Beim Konzernvorstand stoßen die Protestaktionen auf Unverständnis. Es sei bedauerlich, dass Kinder dadurch eventuell ihr Nikolausgeschenk nicht erhielten, erklärte der für das Paket und E-Commerce-Geschäft zuständige Vorstand Jürgen Gerdes in Bonn. "Für unsere Kunden geben wir immer alles". Die Aktionen von Verdi liefen in die Irre.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.