Premiere: Bundesbank-Mitarbeiter protestieren gegen Sparpläne

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Die Teilnehmer hielten Transparente mit der Aufschrift “Filialschließung ohne Not bedeutet unseren Tod“ hoch und hatten Särge aus Pappe nachgebaut.

Frankfurt/Main - Zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Bundesbank haben Mitarbeiter gegen die Sparpläne der Notenbank demonstriert.

Rund 1500 Beschäftigte versammelten sich am Dienstag vor dem Hauptsitz in Frankfurt. Der Protest richtet sich gegen die Pläne der Behörde, weitere Filialen zu schließen und Stellen zu streichen. Der Bundesbank-Vorstand hatte im September angekündigt, 14 von bundesweit 47 Filialen zu schließen. Davon wären 800 Mitarbeiter betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut Vorstand nicht geben.

Die Teilnehmer hielten Transparente mit der Aufschrift “Filialschließung ohne Not bedeutet unseren Tod“ hoch und hatten Särge aus Pappe nachgebaut. Zu der Aktion hatten die Gewerkschaft Verdi und die VdB Bundesbankgewerkschaft aufgerufen.

Die Streichpläne betreffen die Sparte Bargeldbearbeitung, die dem umstrittenen Vorstand Thilo Sarrazin untersteht. Seit der Euro- Einführung hat die Bundesbank viele Aufgaben an die Europäische Zentralbank abgegeben und verkleinert sich kontinuierlich. 2002 zählte die Notenbank noch mehr als 14 300 Vollzeitbeschäftigte, inzwischen sind es nur noch etwas mehr als 10 000. Bis 2012 soll die Zahl auf 9000 sinken.

dpa

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