Schaeffler verringert Verluste

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Premiere bei Schaeffler - Konzern legt Zahlen vor

München - Die hoch verschuldete Schaeffler-Gruppe kommt dank der kräftig wachsenden Nachfrage aus der Autoindustrie mit großen Schritten aus der Krise.

Allerdings belasten Sondereffekte aus der Übernahme des dreimal größeren Autozulieferers Continental noch immer deutlich das Ergebnis.

Unter dem Strich steht für die ersten sechs Monate ein Verlust von 260 Millionen Euro, nachdem das Minus im ersten Halbjahr 2009 rund 625 Millionen Euro betragen hatte, wie das Familienunternehmen am Mittwoch mitteilte.

Schaeffler legte nach der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft erstmals Geschäftszahlen vor. Auf dem Unternehmen lastet nach dem Kauf von Conti ein gigantischer Schuldenberg von 5,9 Milliarden Euro. Zu Beginn des Jahres waren es noch rund 200 Millionen Euro mehr.

“Unsere Finanzierungssituation hat sich im ersten Halbjahr deutlich entspannt. Wir werden in den nächsten Jahren unsere Nettoverschuldung weiter reduzieren“, sagte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld. Weitere Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe liegen allerdings bei der übergeordneten Holding, auch Conti ist hoch verschuldet.

Untergang der Namen

Untergang der großen Namen
AEG wird 1887 gegründet und 1996 aufgelöst. Der Markenname wird von verschiedenen Lizenznehmern genutzt. © dpa
dpa
 © 1985 wird Auto-Union in Audi unbenannt.
Untergang der großen Namen
1931 wird Auto-Union gegründet. Der Auto-Union Typ C Grand Prix 1936/37 steht im Deutschen Museum. © Reinhard Kurzendoerfer
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1910 wird das Reiseunternehmen ABR gegründet. 1997 verschmilzt ABR mit dem Deutschen Reisebüro (DER).  © dpa
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1891 wird der Maschinenbauer Babcock gegründet. 2005 folgt die Übernahme durch Bilfinger & Berger. © dpa
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1939 wird Borgward gegründet. Trotz dem Isabella-Komi meldet der Autohersteller 1961 Insolvenz an. © dpa
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1954 wird Commodore gegründet. 1994 Insolvenz. © dpa
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1992 startet die Deutsche BA. 2006 wird die Fluglinie von Air Berlin übernommen.  © dpa
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1899 wird DEA gegründet. 2002 von Shell aufgekauft. © dpa
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1916 wird DKW gegründet. 1932 fusioniert das Zweitakt-Geknatter mit der Auto-Union. © dpa
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1872 wird die Dresdner Bank gegründet. Bis Ende 2009 Übernahme durch die Commerzbank. © dpa
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1922 wird Fokker gegründet. 1996 Insolvenz, der Service-Betrieb läuft unter dem Namen Fokker-Services weiter. © dpa
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1930 wird Grundig gegründet. 2003 Insolvenz - die türkische Firma Beko produziert weiter Elektrogeräte unter diesem Namen. © dpa
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1810 wird Henschel gegründet. 1970 Übernahme der Lkw-Sparte durch Daimler-Benz. © dpa
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1863 wird Hoechst gegründet. 2004 Fusion mit Aventis und Sanofi. © dpa
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1849 wird Holzmann gegründet. 2002 Insolvenz. © dpa
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1995 wird LTU gegründet. 2008 Übernahme durch Air Berlin. © dpa
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1864 wird Magirus-Deutz gegründet. 1974 Fusion mit Iveco. © dpa
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1885 wird Mannesmann gegründet. 2002 Übernahme durch Vodafone sowie Siemens und Bosch. © dpa
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1859 wird Märklin gegründet. 2009: Insolvenzverfahren läuft. © dpa
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1952 Nixdorf. 1990 Fusion mit Siemens, seit 1999 Geldautomatenherstellung unter dem Namen Wincor-Nixdorf. © dpa
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1923 Nordmende. 1977 Verkauf an Thomson-Brandt. © dpa
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1873 NSU. 1969 Fusion mit der Auto-Union, die 1995 in Audi aufging. © dpa
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1919 Photo Porst. 2002 Insolvenz. © dpa
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1879 Rosenthal. 2009: Insolvenz läuft. © dpa
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1937 Remigton. 2003 Übernahme durch Rayovac. © dpa
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1875 Schiesser. 2009: Insolvenz läuft. © dpa
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1903 Telefunken. 1983 Verkauf an Thomson-Brandt. Die türkische Firma Profilio Telra vertreibt noch TV-Geräte unter dem Namen. © dpa
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1995 Viag Interkom. 2001 Übernahme durch Telefonica O2. © dpa
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1991 Walter Bau. 2005 Insolvenz. © dpa
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1917 Zündapp. 1984 Insolvenz. Das komplette Werk wird nach China verkauft. © dpa

Die neue Gesellschaftsform soll Schaeffler für Investoren interessanter machen, mit der Umwandlung muss das Unternehmen allerdings über wesentliche Kennzahlen informieren. “Das ist für unser Unternehmen sicherlich ein Novum“, sagte Geschäftsführer Jürgen Geißinger. Die Schaeffler-Gruppe, die als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) firmiert, vereint die Marken LUK, INA und FAG unter ihrem Dach.

Operativ konnte der Konzern deutlich zulegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs deutlich von 108 auf 739 Millionen Euro, der Umsatz kletterte bis Ende Juni um mehr als 30 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.

Nach der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft gibt das fränkische Familienunternehmen damit einen Einblick in die Entwicklung der vergangenen Monate. Für 2010 rechnet Geschäftsführer Jürgen Geißinger mit einem Umsatz von mehr als 8 Milliarden Euro und einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von mindestens 800 Millionen Euro. Mit Spannung werden auch Aussagen über die Pläne für eine mögliche Fusion mit Conti erwartet.

dpa

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