So wichtig ist eine private Haftpflichtversicherung

Handy mit kaputtem Display auf dem Boden.
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Wer aus Versehen das Smartphone eines Freundes kaputt macht, kann den Schaden durch seine Privathaftpflicht regulieren lassen.

Versicherungen erleichtern das Leben und bewahren ihren Besitzer vor gravierenden finanziellen Beeinträchtigungen – zumindest dann, wenn es sich um eine gute und sinnvolle Police handelt.

Das Paradebeispiel für eine solche ist die private Haftpflichtversicherung, die primär dann einspringt, wenn der Versicherungsnehmer Dritten unbeabsichtigt Personen-, Sach- oder Vermögensschäden zufügt. Wofür die Police sonst noch gut ist, was sie kostet und auf was zu achten ist, verraten die folgenden Zeilen.

Wann zahlt eine Haftpflichtversicherung und für wen ist sie sinnvoll?

Bei dem Abschluss von Versicherungen fühlen sich viele Verbraucher unsicher – nicht nur in Bezug auf die Sinnhaftigkeit, sondern auch beim Preis und der Art und Weise, wie sie die passende Police finden. All das sind allerdings keine triftigen Ausreden, wenn es um die private Haftpflichtversicherung geht, die nahezu jedem anzuraten ist.

Diese Police springt dann ein, wenn Sie als Versicherungsnehmer einer dritten Personen unbeabsichtigt bzw. ohne Vorsatz einen körperlichen oder vermögenswerten Schaden zufügen oder eine fremde Sache beschädigen. Dass gerade in Bezug auf Personenschäden schnell hohe Summen im Raume stehen, verdeutlicht die Wichtigkeit des Abschlusses umso mehr.

Hinzu kommt: In den bereits dargelegten Szenarien erschöpft sich der Leistungsumfang der Privathaftpflicht noch immer nicht, denn sie springt additiv dann ein, wenn jemand Drittes gegen Sie einen Anspruch aus den erwähnten Kategorien geltend macht, der in Wirklichkeit gar nicht besteht. Ihre Versicherung sorgt in diesem Fall dafür, dass der Anspruch abgewehrt wird und zwar nötigenfalls vor Gericht.

Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen verfügbaren Policen?

Obwohl eine gute Police also bei vielen Szenarien zahlt, muss sie nicht zwangsläufig teuer sein. So ist beispielsweise die private Haftpflichtversicherung der Gothaer schon für unter 3 Euro pro Monat abschließbar. Im Angebot sind dort drei verschiedene Pakete, nämlich „Basis“, „Plus“ und „Premium“. Die Deckungssumme reicht von 10 bis 50 Millionen Euro, wobei die Abwehr unberechtigter Ansprüche stets inkludiert ist. Weitere Unterschiede gibt es bei der Absicherung der Deliktunfähigkeit, womit in diesem Kontext sowohl Kinder als auch Erwachsene erfasst sind, die z.B. wegen eines Schwindelanfalls nicht Herr ihrer Sinne waren.

Weitere Differenzen lassen sich bei den angebotenen privaten Haftpflichtversicherungen in Bezug auf die Forderungsausfalldeckung feststellen. Dieser Terminus meint den Fall, dass Sie der Geschädigte sind, der Schädiger allerdings nicht über eine regulierende Versicherung oder sonstige ausreichende Vermögenswerte verfügt. Höherwertige Policen springen dann sogar ein, wenn der Schädiger vorsätzlich gehandelt hat.

Zwei weitere wichtige Fallgruppen sind die sogenannten Gefälligkeitsschäden und geliehenen Sachen. Helfen Sie etwa einem Freund bei einem Umzug und beschädigen im Zuge dessen sein teures Sofa, greift keine gesetzliche Haftung, jedoch eine gute Haftpflichtversicherung. Bei geliehenen Sachen, die beschädigt werden oder abhandenkommen, greifen oftmals günstige Versicherer nicht ein. Achten Sie also auf eine entsprechende Klausel in Ihrem Kontrakt.

Welche Tarife gibt es und was ist mit Leistungsgarantien gemeint?

Zusätzliche Unterschiede, die an dieser Stelle nicht dezidiert behandelt werden können, gibt es zum Beispiel noch beim Verlust privater sowie beruflicher Schlüssel wie auf Hausjournal beschrieben und:

  • Be- und Entladeschäden
  • Schäden an Mietsachen
  • Auslandsaufenthalten
  • Ehrenamtlichen Tätigkeiten

Was die Tarife bzw. die Vertragsgestaltung anbelangt, gibt es Verträge für Singles, Paare und Familien mit Kindern. Grundsätzliche Selbstbeteiligungen sollten bei diesen Versicherungen stets vermieden werden, da die Rabatte dafür im Verhältnis oftmals zu gering ausfallen. Ermäßigungen für in der Vergangenheit liegende schadenfreie Jahre sind in Ordnung, aber es sollte dann im Schadenfall keine saftigen Aufschläge geben.

Abschließend noch ein praktischer Tipp: Bei der Vielzahl an Leistungsmerkmalen können es sich Versicherungsnehmer mit Best-Leistungs-Garantien im Vertrag sehr einfach machen: Gibt es irgendwo in Deutschland einen Versicherer, der eine bestimmte Leistung mitversichert hat, gilt das automatisch auch für Ihren Vertrag. Dadurch können Sie sich sicher sein, immer den besten Tarif zu haben, ohne diesen aktiv ändern zu müssen.

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