Privateigentümer erhöhen vor Mietpreisbremse die Mieten

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Der Wohnraummangel gilt in gefragten Gegenden als Hauptgrund für Preissteigerungen. Foto: Arno Burgi/Archiv

Berlin (dpa) - Knapp jeder zweite private Vermieter in den deutschen Städten hat in den vergangenen zwei Jahren die Miete erhöht. Wie aus einer Umfrage des Eigentümerverbands Haus und Grund hervorgeht, sind Mieter in Metropolen wie München und Düsseldorf besonders betroffen.

Hauptgeschäftsführer Kai Warnecke hält die geplante Mietpreisbremse für einen möglichen Grund. "Der eine oder andere, der sonst sagte, ich warte auf den nächsten Mieter, erhöht nun doch", sagte Warnecke.

Insgesamt stabilisieren nach seinen Worten die privaten Vermieter aber den Markt. Bei ihnen zahlten Mieter im Schnitt 0,3 Prozent weniger als die ortsübliche Vergleichsmiete.

Haus und Grund hatte Ende vergangenen Jahres 50 000 Fragebögen an nicht gewerbliche Vermieter in München, Düsseldorf, Lübeck, Tübingen, Gelsenkirchen, Magdeburg, Kassel und Osnabrück verschickt. 2100 Vermieter mit 6500 Wohnungen antworteten. In 48 Prozent der erfassten Mietverhältnisse wurde die Miete seit Vertragsschluss nicht erhöht. 27 Prozent der Vermieter gaben an, die Miete nur zu erhöhen, wenn ein neuer Mieter einzieht. Nach Verbandsangaben werden zwei Drittel der Mietwohnungen in Deutschland nicht gewerblich angeboten.

Nach dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz gilt ab Juni, dass auf angespannten Wohnungsmärkten bei einem Mieterwechsel die neue Miete künftig höchstens zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen darf. Wo genau die Preisbremse greifen soll, legen die Länder fest.

Pressemitteilung

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