Pro: Atemende Betriebe

Keine Frage, im ersten Moment klingen die Forderungen von Mario Ohoven reichlich provozierend. Schnell wittern die Arbeitnehmer „Urlaubsdiebstahl“.

Aber es geht dem Mittelstandsfunktionär nicht darum, den Beschäftigten wohl verdiente Erholungszeiten einfach wegzunehmen. Ohoven denkt weiter. Nach dem heftigen Konjunktureinbruch geht es mit der deutschen Wirtschaft zum Glück überraschend schnell wieder aufwärts.

Aber einige Unternehmen - beispielsweise mittelständische Maschinenbauer - können neue Aufträge nur bewältigen, wenn die bestehende Mannschaft mehr arbeitet. Denn qualifiziertes Personal steht unter den Arbeitslosen nicht ausreichend bereit.

Ein einfaches Herabsetzen des Urlaubsanspruchs wäre allerdings der falsche Weg. Vernünftiger wäre es hingegen, den Urlaub auf fünf Wochen pro Jahr zu begrenzen und den Rest auf Zeitkonten gutzuschreiben. Von derart atmenden Betrieben würden alle profitieren, die Unternehmer ebenso wie die Beschäftigten.

Von Jan Schlüter

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