Windenergieunternehmen

Prokon: Gläubiger beschließen Insolvenzplan

Hamburg - Die Gläubigerversammlung des zahlungsunfähigen Windenergieunternehmens Prokon hat dem vorläufigen Sanierungsplan des Insolvenzverwalters Dietmar Penzlin zugestimmt.

Der Hamburger Rechtsanwalt wurde am Dienstagabend in seinem Amt bestätigt und erhielt fast einstimmig den Auftrag, seinen Sanierungsplan auszuarbeiten, wie Teilnehmer berichteten.

Eine Sprecherin des zuständigen Amtsgerichts Itzehoe (Schleswig-Holstein) sagte, in Hamburg seien 29 600 Gläubiger vertreten worden. Deren Kapital habe knapp 887 Millionen Euro betragen. Der Gläubigerausschuss wurde bestätigt und die Zahl der Mitglieder um zwei auf sieben erhöht.

Prokon hat rund 75 000 Gläubiger. Sie hatten rund 1,4 Milliarden Euro über Genussrechte in der heute überschuldeten Firma angelegt. Sie dürften ein Großteil ihres Kapitals verlieren. Anfang 2015 wird dann endgültig über den Insolvenzplan abgestimmt.

Mit dem Beschluss der Gläubigerversammlung setzte sich der Insolvenzverwalter gegen Ex-Prokon-Chef Carsten Rodbertus durch. Dieser hatte andere Sanierungsvorstellungen und wollte Prokon als Ganzes erhalten. Dagegen hält Penzlin den Verkauf von Betriebsteilen für notwendig. Er will aber das Kerngeschäft mit Windkraftanlagen fortsetzen und 300 von ursprünglich 450 Arbeitsplätzen erhalten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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