Wiederbelebung soll die Kapazität erhöhen

K+S prüft nun alte Bergwerke

kassel. Der Kasseler Rohstoffkonzern K+S will seine Kali-Kapazitäten massiv ausbauen. Mit dem Kauf von Vorkommen in Kanada sowie der möglichen Wiederbelebung des 1987 stillgelegten Bergwerks Siegfried-Giesen unweit von Hildesheim will der Düngemittel- und Salzproduzent zu den ganz Großen der Branche, den nordamerikanischen und russischen Konkurrenten, aufschließen.

Die Grube in Giesen wurde seinerzeit wegen Überkapazitäten und den schwierigen Abbaubedingungen stillgelegt. Allerdings ist die untertägige Infrastruktur – insbesondere vier funktionsfähige Schächte – teilweise intakt. Eine Machbarkeitsstudie soll bis Mitte 2011 Aufschluss über erwartete Abbaumengen, Produktstruktur, Investitionskosten und Rentabilität geben. Auch soll geklärt werden, ob das Rohmaterial in einem neu zu bauenden Werk vor Ort weiterverarbeitet werden könnte.

K+S-Sprecher Ulrich Göbel hält für den Fall einer Wiederbelebung die Schaffung von „einigen Hundert“ Jobs für denkbar. Zu Investitionskosten machte er keine Angaben.

Roßleben weiter im Gespräch

„Unabhängig von Giesen bleiben wir beim Bergwerk Roßleben in Thüringen weiter am Ball“ betonte Göbel. Dort hat sich K+S neben einem israelischen Konsortium um die 1991 stillgelegte Grube beworben. Das Verkaufsverfahren hat die bundeseigene Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung stillgelegter Bergwerke allerdings ausgesetzt, weil die Interessenten wesentlich weniger boten als sie erwartet hatte. Für den Fall des Zuschlags hatte K+S Investitionen von 700 Millionen Euro und 600 neue Jobs versprochen. (jop)

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