PSA vereint Peugeot und Citroën

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Philippe Varin ist der neue Chef bei PSA.

Paris - Nach dem Rauswurf von Konzernchef Christian Streiff vereint PSA seine Marken Peugeot und Citroën in einer Hand.

Außerdem schaut sich der zweitgrößte europäische Autobauer aktiv nach Partnern um. Der neue PSA-Chef Philippe Varin habe sein Direktorium ernannt, teilte der französische Autobauer am Donnerstagabend in Paris mit. Beide Marken würden nun von Jean-Marc Gales (47) geführt.

Gales hatte erst im April die Leitung der erfolgreichen Marke Citroën übernommen. Der bisherige Chef der schlechter laufenden Marke Peugeot, Jean-Philippe Colin, scheidet aus. Der Luxemburger Gales hat seine Karriere bei BMW, Volkswagen (Marketingchef), GM Europe (Vertriebschef) und Daimler (Mercedes-Vertriebschef) gemacht und damit ein internationales Profil. Er dürfte die Marken Peugeot und Citroën besser aufeinander abstimmen, um eine “Kannibalisierung“ zu vermeiden, wie es VW mit seinen Konzernmarken macht.

Als Überraschung gilt die Rückkehr des früheren Finanzchefs und Peugeot-Markenchefs Frédéric Saint-Geours, der von Streiff entmachtet worden war. Saint-Geours übernimmt die Finanzen und die strategische Entwicklung, kümmert sich also um die angestrebten Allianzen mit anderen Herstellern. Er wird dafür seine Tätigkeit im Metallarbeitgeberverband UIMM zurückfahren, wo er vor einem Jahr den Chefposten übernommen hatte. Streiff hatte seine eigene Finanzchefin Isabelle Marey-Semper (42) mitgebracht, die nun entmachtet wurde.

Außerdem legt PSA die Entwicklung der Modelle und die Marktstrategie unter der Führung von Grégoire Olivier zusammen. Er war bereits verantwortlich für die Produktplanung, aber bisher nicht für die Entwicklung und die Strategie. Guillaume Faury übernahm die Technik und Fertigung.

Die Familie Peugeot hatte im März den zwei Jahre zuvor von Airbus als Sanierer geholten Streiff als PSA-Chef entlassen. Am 1. Juni übernahm Varin (56) das Steuer, der zuvor den britischen Stahlkonzern Corus saniert hatte.

dpa

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