Rekordjahr: Franz Kochs erste Bilanz als Puma-Chef

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Franz Koch kann sich freuen: Puma hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich

Herzogenaurach - Es ist das erste Mal, dass der neue Chef Franz Koch die Jahresbilanz bei Puma vorstellen wird. Bammel braucht er deswegen aber nicht zu haben.

Wenn Koch an diesem Mittwoch (15.2.) die Jahresbilanz des Sportartikelherstellers präsentiert, wird er Rekordwerte verkünden. Business as usual, könnte man fast schon sagen - schließlich ist Puma nach einem Erfolgsjahr 2010 auch 2011 von Umsatzrekord zu Umsatzrekord gesprintet. Das dritte Quartal war gar das beste in der Unternehmensgeschichte. Und auch wenn der Gewinn zwischen Juli und September stagnierte, dürfte am Jahresende unter dem Strich ebenfalls ein Bestwert stehen.

Denn nach neun Monaten hatte der Herzogenauracher MDax-Konzern bereits 2,29 Milliarden Euro erlöst, ein Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Ertrag legte um 4,7 Prozent auf 197,1 Millionen Euro zu. Da dürfte es Puma nicht schwerfallen, die eigene Prognose zu erfüllen: Einen Umsatz von drei Milliarden Euro und eine Gewinnsteigerung im mittleren einstelligen Bereich lautete die Vorgabe.

Franz Koch startet somit mit Rückenwind in sein erstes vollständiges Jahr als Unternehmenschef. Der frühere Puma-Stratege hatte den Vorsitz des Konzerns mit weltweit mehr als 10.000 Mitarbeitern erst im Sommer übernommen - mit gerade einmal 32 Jahren. Sein Vorgänger Jochen Zeitz war nach 18 Jahren im Amt zur französischen Konzernmutter, dem Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) gewechselt, um dort eine Sport- und Lifestylesparte aufzubauen.

Doch ganz verlassen hat Zeitz den Puma-Kosmos damit nicht: Als eine der letzten Amtshandlungen hatte er noch die Umwandlung der Puma AG in die Rechtsform einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) umgesetzt. Statt einem Vorstand und einem Aufsichtsrat sieht die neue Struktur nun fünf „geschäftsführende Direktoren“ vor, deren Vorsitzender Koch ist. Überwacht werden diese operativen Chefs von einem Verwaltungsrat, dessen Vorsitz wiederum Zeitz führt.

Immer wieder hat Zeitz versichert, seinem Nachfolger freie Hand lassen zu wollen - solange sich dieser im Rahmen des 2010 verabschiedeten Fünf-Jahres-Plans bewege. Der sieht vor, stärker zwischen Sport- und Lifestyleprodukten zu unterscheiden und das Geschäftsmodell so zu überarbeiten, dass Puma schneller und effizienter auf die Anforderungen des Marktes reagieren kann. Dadurch soll der Umsatz bis 2015 auf vier Milliarden Euro gesteigert werden. Ein ambitioniertes Ziel: 2010 erlösten die Franken noch 2,71 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn kletterte nach dem Krisenjahr 2009 von 79,9 auf 202,2 Millionen Euro.

dpa

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