Erste Schützenpanzer übergeben - bis 2020 folgen weitere 403 Fahrzeuge

Puma sichert 300 Jobs

Klaus Eberhardt

Kassel. Das auf absehbare Zeit größte heerestechnische Projekt in Deutschland, der Bau von 405 Schützenpanzern des Typs Puma, ist in Kassel gestartet. Anfang der Woche übergaben Vertreter der beteiligten Unternehmen Rheinmetall Landsysteme (RLS) und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) die ersten beiden Fahrzeuge ans Bundesamt für Wehrtechnik.

Bis Ende des Jahrzehnts werden RLS und KMW über ihr Gemeinschaftsunternehmen PSM GmbH in Kassel die verbleibenden Panzer ausliefern. Der Auftrag hat ein Volumen von 3,1 Milliarden Euro und bindet an den Kasseler Standorten von Rheinmetall und KMW über die gesamte Laufzeit rund 300 Stellen. KMW beschäftigt in Kassel rund die Hälfte seiner insgesamt 3400 Mitarbeiter, Rheinmetall etwa 950.

„Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Einführung des Puma in die Bundeswehr. Hinter uns liegt eine anspruchsvolle Zeit der Entwicklung, bei der wir uns am Rande dessen bewegt haben, was technologisch darstellbar ist“, erklärten übereinstimmend der Vorstandschef von Rheinmetall, Klaus Eberhardt, und der Vorsitzende der KMW-Geschäftsführung, Frank Haun, anlässlich der Übergabe.

Im Klartext: Der Puma setzt in vielerlei Hinsicht neue technologische Maßstäbe weltweit. In Sachen Mobilität, Insassenschutz, Kommunikationstechnik und Kampfkraft gilt der neue Schützenpanzer aus Kassel als führend. In ihm steckt die geballte Panzerbau-Kompetenz der gesamten deutschen Heerestechnik-Industrie.

Der mit Blick auf die immer gefährlicher werdenden Auslandseinsätze der Bundeswehr besonders wichtige Minenschutz ist nach Herstellerangaben bei diesem Fahrzeugtyp weltweit unerreicht. Der Puma hält auch Angriffen mit Minen und Panzerabwehrwaffen stand.

Der neue Schützenpanzer wird schrittweise den Marder ablösen, der seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. Die beiden jetzt ausgelieferten Exemplare werden zunächst umfangreichen Härtetests im In- und Ausland unterzogen. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Produktion ein.

Der Puma ist modular aufgebaut. Das heißt, dass er relativ schnell zerlegt werden kann. Dadurch ist der Schützenpanzer luftverladbar und kann für den jeweiligen Einsatz individuell zusammengesetzt werden.

Von José Pinto

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