Lufthansa-Betrieb nach Streik wieder fast reibungslos

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Leere Gepäck-Aufgabe-Bändern der Lufthansa im Frankfurter Flughafen: Nach Angaben der Airline soll sich der Betrieb nach Ende der Streiks sofort wieder normalisieren. Foto: Fredrik von Erichsen

Berlin/Frankfurt (dpa) - Nach dem 35-stündigen Pilotenstreik ist die Lufthansa am Mittwoch wieder weitgehend nach Plan geflogen.

Am wichtigsten Drehkreuz in Frankfurt wurden noch 20 Flüge vor allem auf der Kurzstrecke gestrichen, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Der Ausstand der Piloten war um Mitternacht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu Ende gegangen. Es war die achte Streikwelle seit April im Tarifstreit um den Vorruhestand der Piloten. Passagiere der Airline müssen sich allerdings auf weitere Flugausfälle gefasst machen.

"Wir schließen weitere Streiks nicht aus, sollte Lufthansa nicht bereit sein, auf Maximalforderungen zu verzichten", sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft VC. Neue Ausstände seien jederzeit möglich, solange Lufthansa weiter mauere.

In dem Tarifkonflikt bei der Lufthansa geht es um die Übergangsrenten der rund 5400 Piloten, die nach dem Willen des Unternehmens erst später in den bezahlten Vorruhestand gehen sollen. Die Gewerkschaft wehrt sich dagegen. Vor allem bei der Übergangsversorgung für Neu-Piloten muss sich die Lufthansa aus Sicht von Cockpit bewegen. "Wir sehen keine wirtschaftliche Notwendigkeit, diese komplett abzuschaffen, wie von Lufthansa gefordert", sagte der Gewerkschaftssprecher.

Lufthansa bekräftigte ihre Verhandlungsbereitschaft: "Wir hoffen, dass wir wieder ins Gespräch kommen und wollen das auch", sagte ein Lufthansa-Sprecher.

Bei den jüngsten Arbeitsniederlegungen hatten die Flugkapitäne am Montag zunächst die Kurz- und Mittelstrecken bestreikt. Am Dienstagmorgen weiteten sie den Ausstand auf die Langstrecken aus. Die Lufthansa strich an den zwei Streiktagen mehr als 1500 Flüge, etwa 166 000 Passagiere waren betroffen. In Frankfurt wurden nahezu alle Langstreckenverbindungen gestrichen.

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