Rechenschwäche früh erkennen und richtig therapieren

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Generell kann man sagen, dass rechenschwache Kinder nicht rechnen, sondern zählen. Der Grund dafür ist, dass die Kinder kaum in der Lage sind, (abstrakte) Zahlen mit (konkreten) Mengen tatsächlich in Verbindung zu bringen.

Das ist meist der Kern der Rechenschwäche oder Dyskalkulie, wie die Rechenschwäche auch genannt wird. Es gibt einige Merkmale, an denen man eine Rechenschwäche erkennen kann.

  • das Kind benötigt ungewöhnlich viel Zeit für Rechenoperationen, ist schnell erschöpft
  • das Kind ist deshalb oft nicht bei der Sache
  • trotz intensiven Übens werden keine wesentlichen Fortschritte erzielt, Geübtes wird schnell wieder vergessen
  • widersprüchliche Ergebnisse werden nicht bemerkt oder einfach hingenommen
  • das Kind schreibt Zahlen lauttreu (zweihundertzwanzig = 20020)
  • das Kind benutzt beim Rechnen oder Zählen heimlich oder offen die Finger
  • das Kind fragt dauerhaft nach: „Ist das richtig?“

Etwa 15 Prozent aller Grundschüler sind in verschiedenen Erscheinungsformen rechenschwach und brauchen spezielle Hilfe. Bei einem Verdacht auf Rechenschwäche sollte ein anerkannter Test durchgeführt werden. Sollte sich der Verdacht auf eine Dyskalkulie bestätigen, dann ist eine pädagogische Therapie notwendig. (hko)

Info: Institut für Dyskalkulie und Rechenschwäche, Tel. 0561/8104251

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