High-End-Management der Refluxkrankheit

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Privatdozent Dr. Johannes Heimbucher leitet als Chefarzt für Chirurgie das Zentrum für Refluxchirurgie.Dr. Johannes Heimbucher, Ph.D. is head of the centre of reflux-surgery.

Häufiges saures Aufstoßen und Brennen in Oberbauch: Wer an Reflux leidet, kennt diese Symptome.

Rund jeder fünfte in Deutschland ist betroffen, bei rund zehn Prozent der Bevölkerung ist die Krankheit chronisch. Ursache ist ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, die Schleimhaut wird gereizt, die typischen Symptome treten ein. In der frühen Phase der Krankheit können die Symptome meist medikamentös beherrscht werden. Allerdings fehlt oft eine weitergehende Analyse der Ursachen. Diese können sehr verschieden sein. Meist spielt die Ernährungsweise eine zentrale Rolle. Aber auch Schlafstörungen können zum Reflux beitragen, ebenso bestimmte Medikamente, die aus anderen Gründen eingenommen werden, zum Beispiel bei Asthma.

Umfassende Diagnostik

Das Refluxzentrum am Marienkrankenhaus unter der Leitung von Dr. Johannes Heimbucher verfügt über alle diagnostischen Kompetenzen, die über eine konventionelle Endoskopie hinaus zur umfassenden Evaluierung der Krankheitsursachen erforderlich sind. Modernste Apparate zur Analyse der Magen- und Speiseröhrenfunktion stehen zur Verfügung, ernährungsbedingte Hintergründe werden fachkundig evaluiert. Auf diese Weise können sehr individuell abgestimmte therapeutische Konzepte entworfen werden, denn nur in wenigen Fällen ist die weit verbreitete Behandlung mit Magensäureblockern tatsächlich auf die eigentliche Ursache gerichtet. Die minimal-invasiven Eingriffe zum Verschluss eines Zwerchfellbruchs, der häufig eine wesentliche Mit-Ursache für die Beschwerden darstellt, sowie die Rekonstruktion des natürlichen Ventilmechanismus am Mageneingang wurden im Marienkrankenhaus bereits über 2500 mal vorgenommen. Damit zählt das Marienkrankenhaus zu den führenden Zentren für Refluxchirurgie in Deutschland. Auf Grundlage der Ausstattung und Erfahrungen ist das Krankenhaus unter den ersten 15 Zentren in Europa für die Anwendung eines neuen Verfahrens zugelassen worden, bei dem mit einem kleinen Eingriff ein Magnetband um die Speiseröhre gelegt wird, das die natürliche Funktion des Schließmuskels am Mageneingang unterstützt. Es bietet den Vorteil, dass weitergehende operative Veränderungen intakter anatomischen Strukturen vermieden werden können.

NH

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