DB RegioNetz Infrastruktur GmbH Kurhessenbahn: Ein starkes Netz für die Region

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Rund 7400 Menschen nutzen sie täglich: Die Kurhessenbahn ist das Bindeglied zwischen Nordhessen und den Ballungszentren im Ruhrgebiet.

Sie ist das Bindeglied zwischen Nordhessen und den Ballungszentren im Ruhrgebiet. Sie bringt Pendler zum Arbeitsplatz und Touristen zu den schönsten Orten der Region. Die Kurhessenbahn, die täglich von rund 7400 Menschen genutzt wird, ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Nordhessens.

Als mittelständisches Unternehmen unter dem Dach der Deutschen Bahn betreibt die Kurhessenbahn vier Eisenbahnlinien zwischen Nord- und Mittelhessen sowie Nordrhein-Westfalen. Ob aus Kassel, Marburg, Brilon oder Erndtebrück: Über das 283 Kilometer lange Streckennetz erreicht man Hessens Natur- und Freizeitparadiese wie den Nationalpark Kellerwald-Edersee bequem aus allen Himmelsrichtungen.

Vor 15 Jahren wurde die Kurhessenbahn als erstes von heute sechs RegioNetzen der Deutschen Bahn gegründet und seitdem immer weiter ausgebaut. Das eigene Streckennetz wird direkt von der Region aus betreut. Das ist vor allem eines: praktisch. Die Wege sind kurz, die Ansprechpartner für Kunden und andere regionale Partner schnell verfügbar. „Von Kassel aus kümmern wir uns um den sicheren und pünktlichen Betrieb unserer Züge sowie die Instandhaltung von Streckennetz und Stationen“, erklärt Joachim Kuhn, Leiter Verkehrsbetrieb und Sprecher bei der Kurhessenbahn.

Modernisierung

Instandhaltung ist ein wichtiges Stichwort. Denn um den regionalen Schienennahverkehr noch attraktiver zu machen, investiert das Unternehmen permanent in die Modernisierung von Streckennetz und Bahnstationen. Gleisanlagen werden saniert, Leit- und Sicherheitstechnik erneuert.

Neue Trasse: Bei Zierenberg entsteht zurzeit ein neuer, 937 Meter langer Bahn-Tunnel.

In Korbach entsteht zurzeit sogar eine eigene Werkstatt, um die Instandhaltung der Fahrzeuge – 27 Triebwagen und eine Lok – in Eigenregie zu gewährleisten. „Der Standort Korbach ist dafür ideal, weil dort nachts bis zu elf Fahrzeuge abgestellt werden“, erklärt Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur bei der Kurhessenbahn. Mit der neuen Werkstatt werden zudem neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen: Nach Fertigstellung werden dort 19 Mitarbeiter tätig sein.

Das größte aktuelle Bauprojekt gibt es allerdings auf der Strecke Kassel – Korbach. Bei Zierenberg entsteht zurzeit ein neuer, 937 Meter langer Bahn-Tunnel. „Der alte Tunnel ist rund 120 Jahre alt und marode“, erklärt König. Eine Sanierung sei langwierig und organisatorisch nicht realisierbar gewesen. Deshalb entschied man, einige Meter von der ursprünglichen Röhre entfernt, eine neue Trasse zu bauen. 30 Millionen Euro kostet das Großprojekt, Ende 2018 soll der erste Zug durch den neuen Tunnel rollen.

Übrigens hat das Bauwerk eine prominente Patin: Monika Schmidt, Ehefrau von Landrat Uwe Schmidt, hat dieses Amt übernommen und war bei allen wichtigen Terminen vor Ort. „Dass eine Frau die Patenschaft für einen Tunnel übernimmt, hat eine lange Tradition“, erklärt Jens Wrabletz, Leiter Finanzen und Marketing. Während der Bauphase sei sie die irdische Vertreterin der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.

Tunnelpatin: Monika Schmidt mit Günter Hacker von der Tunnelbau-Firma BeMo.

Übrigens: Vor kurzem hat die Kurhessenbahn die EU-weite Ausschreibung um die Verkehrsleistungen im Nordwesthessennetz gewonnen. Sie wird folglich auch weiterhin zwischen Nordhessen und dem östlichen Nordrhein-Westfalen unterwegs sein. Der entsprechende Vertrag mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV), dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) läuft bis Ende 2032. Zum Fahrplanwechsel im Dezember werden auch mehr Züge eingesetzt. Zwischen Brilon und Marburg verkehrt die Kurhessenbahn dann zum Beispiel im stündlichen Takt. (pdf)

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