Reithofer geht

Vorzeitiger Chefwechsel bei BMW

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Norbert Reithofer stand seit 2006 an der Spitze des Autobauers, jetzt verlässt er BMW. 

München - BMW-Chef Norbert Reithofer gibt seinen Posten beim Autobauer BMW im kommenden Jahr vorzeitig ab. Seit wenigen Wochen ist bekannt, dass Reithofer zu Siemens wechseln will.

Bei der Hauptversammlung im Mai soll der bisherige Produktionsvorstand Harald Krüger zum neuen Vorstandschef bestellt werden, wie BMW am Dienstag in München mitteilte.

Der Aufsichtsrat des Autokonzerns BMW war am Dienstag zu Beratungen zusammengekommen. Zuvor hieß es, bei der Sitzung stünden möglicherweise auch Spitzen-Personalien auf der Tagesordnung.

Vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, dass BMW-Chef Norbert Reithofer im kommenden Jahr in den Aufsichtsrat des Siemens-Konzerns einziehen will. Bei der Hauptversammlung am 27. Januar soll der Manager zur Wahl vorgeschlagen werden. Die Personalie hatte Spekulationen über die Zukunft Reithofers bei BMW genährt. BMW äußerte sich im Vorfeld nicht dazu.

Reithofer steht seit 2006 an der Spitze des Autobauers und hat den Konzern seither zu neuen Bestmarken geführt. Im laufenden Jahr will BMW weltweit erstmals mehr als zwei Millionen Autos verkaufen. Reithofers Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2016.

Sein Nachfolger Krüger ist seit 2008 Vorstandsmitglied bei BMW. Der Diplomingenieur hat seine Karriere bei BMW 1992 begonnen.

Obwohl das Autogeschäft bei BMW weiter rund läuft, mussten die Münchner zuletzt einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Während der Umsatz im dritten Quartal zulegte, schrumpfte der Gewinn um 1,2 Prozent auf 1,314 Milliarden Euro.

Dazu kommt die weiterhin schwierige Lage auf dem Heimatkontinent. Dort kämpfen die Hersteller mit teils harten Bandagen um die wenigen Neukunden - und räumen dabei nach wie vor Rabatte ein.

Insgesamt verschob sich der Modellmix bei BMW im Sommer etwa durch den Anlauf des neuen Mini aber hin zu kleineren Autos. Diese werden immer wichtiger, denn sie helfen BMW dabei, die CO2-Auflagen in der Europäischen Union einzuhalten - spülen aber weniger Gewinn in die Kassen.

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