China und Südamerika treiben Produktion von VW in Baunatal

Rekord: 3 Mio. Getriebe

Getriebebau auf Rekordkurs: Drei Milionen wurden bislang in diesem Jahr in Baunatal produziert. Foto: dpa

Baunatal. Von Januar bis September hat der Volkswagen Konzern weltweit 5,4 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – drei Millionen Getriebe kamen dafür aus dem Volkswagen Werk Kassel in Baunatal. Das ist bislang Jahresrekord am Standort. So ist nun auch Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker voll des Lobes für sein Team: „Die Kunden reißen uns die Produkte aus den Händen. Das stellt uns alle vor große Herausforderungen und ist eine großartige Mannschaftsleistung.“

Die Kunden, die dem Werk diesen Rekord bescheren, sitzen in China und in Südamerika. Allein nach China werden in diesem Jahr über 450 000 Getriebe aus Kassel geliefert, obwohl in China ebenfalls Getriebe produziert werden. VW Kassel ist im Gesamtkonzern das Getriebeleitwerk und koordiniert daher auch die chinesische Getriebeproduktion.

15000 Getriebe pro Tag

Seit Monaten fährt das Werk an der Kapazitätsgrenze. Derzeit werden täglich an die 15 000 Getriebe produziert. Vor eineinhalb Jahren glaubte man mit 12 000 Getrieben pro Tag bereits die Schallgrenze erreicht zu haben. Doch nun lautet die Prognose: Tendenz steigend. Derzeit verlassen 8000 Schaltgetriebe wie das MQ 250, etwa 1000 Hinterachsgetriebe und rund 6000 Doppelkupplungs- und Multitronikgetriebe (Audi) das Werk.

Für die kommenden zwei Jahre schaut Werkleiter Becker recht optimistisch in die Zukunft. Die Zahlen im Getriebebau werden steigen. Welche Höhe angepeilt wird, verrät der Autobauer nicht. Doch die Signale sind eindeutig: Um die Produktion zu steigern, hat der Vorstand Investitionen, vor allem für die DSG Getriebe, vorgezogen. Insgesamt sollen bereits in den nächsten zwei Jahren 190 Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert werden.

Bis dahin wird rund um die Uhr und auch an Wochenenden produziert, um die hohe Kundennachfrage zu bedienen, sagt Becker.

Für Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Stumpf sind die vorgezogenen Investitionen eine Zukunftssicherung des Standortes. Im März dieses Jahres wurde das 100 millionste Getriebe im Beisein des Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn produziert.

Von Martina Wewetzer

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