Rekordbonus für Conti-Beschäftigte

Hannover/Korbach. Die Beschäftigten des Autozulieferers Continental bekommen für 2011 einen Rekordbonus von insgesamt rund 70 Millionen Euro. Die Erfolgsbeteiligung falle damit fast doppelt so hoch aus wie im vergangenen Jahr.

Das sagte Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). „Uns geht es um Wertschätzung, Anerkennung und Respekt“, sagte der Manager dem Blatt. Nach Angaben des Betriebsrats dürften die etwa 50 000 Conti-Mitarbeiter in Deutschland eine Prämie erhalten, die den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2007 noch einmal übertrifft.

Damals wurden pro Kopf 600 Euro ausgezahlt. Nicht nur in Deutschland sollen die Kollegen stärker am Unternehmenserfolg beteiligt werden. In Abhängigkeit vom nationalen Lohnniveau kann der Bonus, der weltweit vergeben wird, allerdings unterschiedlich groß sein. „Wie viel es genau pro Kopf werden, können wir erst am Ende des Geschäftsjahres festlegen“, hieß es. Die Prämie wird voraussichtlich im April 2012 an die Beschäftigten überwiesen. Konzern und Arbeitnehmervertreter hatten sich vor kurzem in einer Betriebsvereinbarung darauf geeinigt, feste Kennzahlen zur Berechnung von Bonuszahlungen festzulegen - bislang musste jedes Jahr neu darüber verhandelt werden.

Die Conti-Spitze erwartet für dieses Jahr deutliche Steigerungen bei Gewinn und Umsatz. Finanzvorstand Wolfgang Schäfer rechnet mit einem bereinigten Ergebnis zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro. Die Erlöse sollen sich zwischen 29,5 und 30 Milliarden Euro einpendeln. Dank der guten Geschäftslage könnte außerdem wieder eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. 2010 war Continental nach massiven Einbrüchen während der Wirtschaftskrise 2008/2009 in die schwarzen Zahlen zurückgefahren. Unterm Strich verdienten die Hannoveraner im vorigen Jahr 576 Millionen Euro, vor Steuern und Zinsen gelang ihnen ein neues Rekordergebnis von mehr als 1,93 Milliarden Euro. Zugleich kletterte der Umsatz um fast ein Drittel auf über 26 Milliarden Euro. Der Konzern stemmt sich gegen die hohen Rohstoffpreise und will seinen Milliarden-Schuldenberg weiter abtragen. (dpa)

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