Solartechnik-Hersteller erhöht nach Umsatzsprung seine Jahresprognose

Rekordquartal für SMA

Optimistischer Ausblick: Der Wechselrichter-Hersteller SMA erhöht seine Jahresprognose. Das Unternehmen nahm vor wenigen Monaten eine 45 Millionen Euro teure Fabrik am Stammsitz Niestetal in Betrieb. Das Bild zeigt die Produktion in dem neuen Werk. Foto: Koch

Niestetal. Der nordhessische Solartechnik-Hersteller SMA Technology AG aus Niestetal (Kreis Kassel) kann trotz Wirtschaftskrise mit einem Rekordquartal aufwarten und schraubt, von solchen sonnigen Aussichten gewärmt, seine Jahresprognose nach oben.

Vollkommen durchgerechnet sind die Zahlen für die drei Monate Juli bis September zwar noch nicht, aber die vorläufigen Ergebnisse trieben am Dienstag den Aktienkurs des im TecDax notierten Unternehmens in die Höhe: Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um rund 38 Prozent auf 312 Millionen Euro, erklärte SMA am Dienstag in einer Ad-hoc-Mitteilung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schnellte auf 86 Mio. Euro und übertraf damit die Zahlen des Vorjahresquartals um 36 Prozent.

Rückenstärkung hatte das Unternehmen aus dem Kreis Kassel durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Fotovoltaik-Wechselrichtern erhalten. Diese wandeln den Gleichstrom, der in Solaranlagen entsteht, in Wechselstrom um, der sich in das Energienetz einspeisen lässt. Nach Unternehmensangaben trug außerdem das starke Auslandsgeschäft zum Erfolg bei.

2008 war für die Solarspezialisten ein Rekordjahr gewesen. Zu Beginn dieses Jahres mussten die erfolgsverwöhnten Nordhessen jedoch einen Dämpfer einstecken: Im ersten Quartal war das Ergebnis um rund 75 Prozent hinter dem allerdings ungewöhnlich guten Vorjahresgeschäft zurückgeblieben. Bereits im zweiten Quartal starteten die Niestetaler eine Aufholjagd: Sie konnten zwar immer noch nicht an das exzellente Vorjahr anknüpfen, blieben jedoch weniger weit hinter den Vorjahresergebnissen zurück.

In den ersten neun Monaten 2009 kletterte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf etwa 559 Mio. Euro. Das Ebit hielt allerdings nicht mit: Die 120 Mio. Euro, die von Januar bis Ende September erwirtschaftet wurden, lagen um fast neun Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Generell hatte sich die vielfach mit Förderprogrammen gehätschelte Fotovoltaik-Branche hatte sich bisher ein Stück weit von der Konjunkturentwicklung abkoppeln können.

Für das Gesamtjahr rechnet SMA jetzt mit einem Umsatz von 760 bis 810 Mio. Euro. Das sind rund 80 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant und 19 Prozent mehr als im Rekordjahr 2008 erwirtschaftet wurde. 21,5 bis 23,5 Prozent des Umsatzes sollen als Ebit übrig bleiben. Endgültige Quartalszahlen will SMA im November vorlegen.

Die SMA-Aktie stieg am Dienstag im TecDax um 16,86 Prozent auf 68,95 Euro

Von Barbara Will

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