Landwirte bangen um Existenz

Rekordtief beim Milchpreis: Bauern fordern Nothilfe

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Schon Anfang Juni demonstirerten zahlreiche Bauern vor Beginn des Agrargipfels in München gegen die niedrigen Milchpreise.

Berlin - Ein Liter Milch für unter 20 Cent: Solche Tiefstpreise lassen deutsche Milchbauern um ihre Existenz bangen. Sie fordern schnelle Nothilfe.

Den deutschen Bauern drohen angesichts des Preistiefs bei wichtigen Produkten wie Milch das zweite Jahr in Folge drastische Einbußen. „Eine Trendwende ist im Moment nicht in Sicht“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Bauerntag an diesem Mittwoch und Donnerstag in Hannover. „Wir befürchten, dass wir in diesem Jahr je nach Produktionsrichtung nochmals 15 bis 35, 40 Prozent Einkommensrückgang erleiden müssen.“ Bereits im vergangenen Wirtschaftsjahr waren die Gewinne über fast alle Agrarsparten eingebrochen.

Von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) verlangt der Bauernverband zügig Klarheit über angekündigte Hilfen für Milchbauern. Die in Aussicht gestellte Unterstützung von „100 Millionen Euro plus x“ müsse in der Größenordnung konkretisiert werden, sagte Rukwied. Nötig sei auch eine schnelle Umsetzung der Nothilfen. Schmidt hatte sie Ende Mai bei einem „Milchgipfel“ mit Branchenvertretern zugesagt, die genaue Höhe aber offengelassen.

Ursache der Milchkrise sind zu große Mengen auf den Märkten. Die Preise für die Bauern sind teils unter 20 Cent je Liter gefallen. Um die Kosten decken zu können, gelten mindestens 35 Cent als nötig.

dpa

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