Renault: Opfer von Industriespionage?

Paris - Der französische Autohersteller Renault ist nach eigenen Angaben Opfer einer “sehr schwerwiegenden Industriespionage“ geworden.

Drei Manager aus “besonders strategischen Positionen“ seien daran beteiligt und suspendiert worden, erklärte Rechtsvorstand Christian Husson am Donnerstag in Paris laut dem Radiosender France Info. Die Untersuchung habe Monate gedauert. Es deute daraufhin, dass die drei Manager gegen die ethischen Bestimmungen der Firma verstoßen hätten. Sie hätten ganz bewusst und absichtlich die Aktiva des Unternehmens in Gefahr gebracht.

Auch Industrieminister Eric Besson erklärte, es handele sich um eine “ernste Angelegenheit“. Sie gleiche einem “Wirtschaftskrieg“. Dies zeige erneut, wie sehr “unsere Unternehmen dem Risiko der Industriespionage ausgesetzt sind“.

Laut France Info könnte die Entwicklungsarbeit bei Elektroautos betroffen sein. Renault ist der Autohersteller, der in Europa am stärksten auf Elektroautos setzt und dazu eine Partnerschaft mit dem französischen Staat, dem staatlichen Stromkonzern EDF und dem Ölkonzern Total hat. Renault hat bereits rund vier Milliarden Euro in dieses Vorhaben investiert. Die Tochter Nissan hat gerade mit dem Modell “Leaf“ in den USA ein Elektroauto auf den Markt gebracht. 2011 will auch die Marke Renault in Europa mit mehreren Modellen folgen, darunter mit einem E-Kangoo.

dapd

Rubriklistenbild: © ap

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.