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Rente in Deutschland: Wie viel Geld erhalten Rentner im Durchschnitt?

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Von: Karolin Schäfer

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Für viele Seniorinnen und Senioren reicht die Rente kaum zum Leben. Doch wie viel Geld erhalten die Deutschen eigentlich durchschnittlich?

Kassel – Für viele Arbeitnehmer bedeutet der Renten-Eintritt vor allem eines: Altersarmut. Nach Angaben des Bundessozialministeriums hat jeder fünfte Rentner weniger als 500 Euro pro Monat zur Verfügung. Dazu kommen neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie nun auch noch die steigenden Strom- und Gaspreise.

Aber wie viel Geld haben Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eigentlich im Durchschnitt zur Verfügung?

Frauen erhalten im Schnitt weniger Rente als Männer.
Frauen erhalten im Schnitt weniger Rente als Männer. © Frank Hoermann/Sven Simon/imago

Rente: So viel Geld gibt es durchschnittlich im Monat

Nach den von der Deutschen Rentenversicherung veröffentlichten Daten wurden im Jahr 2021 rund 858.000 Altersrenten ausgezahlt, darunter auch die von langjährig Versicherten. In den alten Bundesländern wurden rund 700.000 Renten gezahlt, in den neuen Bundesländern knapp 158.000.

Es gab Unterschiede bei den monatlichen Zahlungen, insbesondere zwischen Frauen und Männern. Darüber hinaus variieren die Renten zwischen den alten und den neuen Bundesländern stark. Die Rentenbeträge verstehen sich abzüglich der Pflichtbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Durchschnittliche Rente von Frauen/Männern im Jahr 2021
Alte Bundesländer809 Euro/1218 Euro
Neue Bundesländer1070 Euro/1141 Euro
Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Stand: 30. Juni 2022)

Rente: Besonders langjährig Versicherte erhalten deutlich mehr

Wie die Statistik der Deutschen Rentenversicherung zeigt, erhielten die besonders langjährig Versicherten dagegen im Jahr 2021 deutlich mehr. In den alten Bundesländern erhielten Männer für 45 Beitragsjahre durchschnittlich 1664 Euro und Frauen 1220 Euro. Dagegen erhielten Männer in den neuen Bundesländern durchschnittlich 1.350 Euro und Frauen 1.286 Euro.

Nicht alle Versicherten erreichen die 45 Beitrittsjahre. Vor allem Frauen und Männer in den alten Bundesländern lagen im Jahr 2021 im Durchschnitt am weitesten davon entfernt. Dies ist die Anzahl der von Frauen und Männern geleisteten Beitragsjahre laut der deutschen Rentenversicherung.

GeschlechtBeitragsjahre im Durschnitt (2021)
Männer (alte Bundesländer)40,68 Jahre
Frauen (alte Bundesländer)28,59 Jahre
Männer (neue Bundesländer)44,39 Jahre
Frauen (neue Bundesländer)41,63 Jahre
Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Stand: 30. Juni 2022)

Frauen bekommen im Schnitt weniger Rente – Was dahinter steckt

Warum Frauen im Durchschnitt weniger Rente beziehen und kürzere Beitragszeiten haben, ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Familie ein wichtiger Faktor ist, der die Unterschiede bei den Renten beeinflusst“, sagte die Ökonomin Alexandra Niessen-Ruenzi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Aber auch die Berufswahl ist ein entscheidender Faktor. „So wählen Frauen häufiger soziale Berufe, was durch die schlechtere Bezahlung dieser Berufe dazu führt, dass sie weniger Rentenansprüche als Männer erwerben“, sagte die Expertin im Interview. Ein weiterer Grund sei außerdem, dass Frauen nach dem Erziehungsurlaub häufig in einem Teilzeitmodell arbeiten würden und daher weniger Aufstiegsmöglichkeiten hätten. (kas) 

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