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Rente mit 63: Diese Änderung bei der Hinzuverdienstgrenze steht bevor

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Von: Constantin Hoppe

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Wer frühzeitig in Rente gehen will, kann noch Geld hinzuverdienen.  (Symbolbild)
Wer frühzeitig in Rente gehen will, kann noch Geld hinzuverdienen. (Symbolbild) © Marcus Brandt/dpa

Das Bundesarbeitsministerium will die Hinzuverdienstgrenze bei der Früh-Rente streichen. Was das nun für Rentner bedeutet im Überblick.

Berlin – Die Rente reicht heute bei vielen Menschen kaum noch zum Leben. Angesichts immer weiter steigender Kosten und einem sinkenden Rentenniveau müssen immer mehr Menschen im Alter Geld hinzuverdienen. Das gilt umso mehr für Personen, die schon früher in Rente gehen wollen und mit Abzüge auf die Höhe der Rente rechnen müssen.

Deshalb dürfte diese Nachricht viele Rentner freuen: Die Bundesregierung will Änderungen an der Grenze beim Hinzuverdienst bei vorgezogener Alters-Rente durchführen. Für Personen, die vorzeitig in Rente gegangen sind, bedeutet das eine deutliche Entlastung.

Änderungen beim Hinzuverdienst: In Zukunft kann unbegrenzt zur Frührente dazuverdient werden

Bisher können Menschen im Ruhestand erst nach Erreichen der regulären Altersgrenze unbeschränkt nebenher arbeiten. Sonst droht eine Minderung oder gar den Wegfall des Renten-Anspruchs. Nach geltender Gesetzeslage wäre von 2023 an nur noch ein Nebenverdienst von 6300 Euro im Jahr anrechnungsfrei. Für die Jahre 2020 bis 2022 war die Hinzuverdienstgrenze im Rahmen einer befristeten Corona-Sonderregelung auf gut 46.000 Euro im Jahr erhöht worden.

„Die Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten wird aufgehoben und die Hinzuverdienstgrenzen bei Erwerbsminderungsrenten werden angepasst“, heißt es in einem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bisherige Vorschriften im Sozialgesetzbuch zur Frührente werden damit entfallen. Mit der Gesetzesänderung soll dem bestehenden Arbeits- und Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Das reguläre Renteneintrittsalter im Überblick

GeburtsjahrRenteneintrittsalterRenteneintritt ab
195565 Jahre und 9 Monate2020
195665 Jahre und 10 Monate2021
195765 Jahre und 11 Monate2022
195866 Jahre2024
195966 Jahre und 2 Monate2025
196066 Jahre und 4 Monate2026
196166 Jahre und 6 Monate2027
196266 Jahre und 8 Monate2028
196366 Jahre und 10 Monate2029
ab 196467 Jahre2031

Renten-Änderungen: Größerer Hinzuverdienst bei Erwerbsminderung

Die Gesetzesänderung betrifft auch die Leistungen bei der Erwerbsminderungsrente: Auch hier galt bislang eine Grenze von 6300 Euro pro Jahr, die Leistungsempfänger hinzuverdienen durften. Diese soll nun auf 17.000 Euro angehoben werden.

Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, begrüßte das Vorhaben des Arbeitsministeriums und erklärte gegenüber der FAZ: „Wir können es uns nicht leisten, auf diese Menschen und ihr großes Erfahrungswissen zu verzichten.“ Wie die Regelungen im Detail aussehen werden, bleibt jedoch noch abzuwarten. (con/dpa)

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