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Rente mit 63: Scholz will mehr Menschen bis zum Renteneintrittsalter arbeiten lassen

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Von: Teresa Toth

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Scholz zufolge falle es vielen Menschen schwer, bis zur vorgesehenen Rentenaltersgrenze zu arbeiten.
Scholz zufolge falle es vielen Menschen schwer, bis zur vorgesehenen Rentenaltersgrenze zu arbeiten. © Bernd Settnik/dpa

Das vorgesehene Renteneintrittsalter liegt aktuell bei 67 Jahren. Viele Menschen verlassen den Arbeitsmarkt jedoch schon früher – das will Scholz ändern.

Berlin – „Es gilt, den Anteil derer zu steigern, die wirklich bis zum Renteneintrittsalter arbeiten können.“ Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will erreichen, dass weniger Menschen vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen. „Das fällt vielen heute schwer“, so Scholz gegenüber der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung Ouest-France am Sonntag (11. Dezember).

Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zufolge gehen immer mehr Menschen in Deutschland früh in Rente. Viele hören demnach bereits mit 63 oder 64 Jahren auf zu arbeiten. Die Regelaltersgrenze liegt jedoch bei 67. Gleichzeitig leide die deutsche Wirtschaft unter einem Mangel an Arbeitskräften.

Scholz (SPD): Neben späterer Rente muss Anteil von Frauen gesteigert werden

„Einiges können wir auffangen, indem wir bessere Startmöglichkeiten für junge Leute schaffen und in die berufliche Aus- und Weiterbildung investieren“, sagte der Bundeskanzler. Zudem sei es wichtig, den Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt zu steigern. Dies soll mit dem Ausbau von Ganztagsangeboten in Krippen, Kitas und Schulen möglich gemacht werden.

Das allein reiche jedoch nicht aus. „Zusätzlich werden wir auch Einwanderung aus anderen Ländern benötigen, um unseren Wohlstand sichern zu können“, betonte der Bundeskanzler. Er wies auf Prognosen hin, wonach bis zum Jahr 2035 wohl sieben Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen werden und verteidigte vor diesem Hintergrund auch das Vorhaben der Ampelkoalition, die Einbürgerung in Deutschland zu erleichtern.

Rente: Scholz (SPD) will bessere Bedingungen für Migrant:innen schaffen

Mit mehreren Gesetzesvorhaben hatte die Bundesregierung zuletzt begonnen, die deutsche Migrationspolitik zu reformieren. Die Pläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sehen etwa vor, dass Migrant:innen künftig nach fünf statt nach acht Jahren einen deutschen Pass bekommen können – Voraussetzung ist, dass „man Deutsch kann, seinen eigenen Lebensunterhalt verdient und keine Straftaten begangen hat“, so Scholz.

Damit soll die deutsche Migrationspolitik an internationale Standards angepasst werden – in vielen Staaten erhalte man die Staatsbürgerschaft bereits nach fünf Jahren. „Ganz lange wurden die, die nach Deutschland eingewandert sind, so behandelt, als würden sie das Land später wieder verlassen - die Erlangung der Staatsbürgerschaft stand nicht im Vordergrund“, sagte er. „Wir sind aber längst Einwanderungsland.“ (tt/afp/dpa)

Nächstes Jahr wird sich vieles für Rentenbeziehende und Einzahlende ändern. Was sich alles ändern könnte – hier im Überblick.

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