"Ritter Sport" feiert Jubiläum mit Umsatzrekord

+
Die Tafel Schokolade von Ritter wird teurer.

Waldenbuch - Die Schokoladenfabrik Ritter labt sich am sattesten Umsatz in ihrer 100-jährigen Firmengeschichte. Beim Gewinn musste das Unternehmen allerdings Abstriche machen.

Wegen steigernder Rohstoffpreise etwa für Milch, Zucker oder Nüsse sei der Gewinn des Familienunternehmens aus Waldenbuch bei Stuttgart aber im vergangenen Jahr ziemlich dünn ausgefallen, wie aus einer Mitteilung der Alfred Ritter GmbH & Co. KG vom Freitag hervorgeht.

Wegen der Belastungen im Einkauf habe Ritter kürzlich bei seinen Abnehmern im Handel die Preise “um wenige Cent“ erhöht. Die unverbindliche Preisempfehlung für die 100-Gramm-Tafel steige von 95 auf 99 Cent, sagte ein Unternehmenssprecher. “Wann die Handelskanäle das an die Endverbraucher weitergeben, wissen wir nicht.“ Die Erfahrung zeige aber, dass das in der Regel irgendwann geschehe. Zuletzt habe das Unternehmen 2008 seine Preise erhöht.

Der Umsatz kletterte um 32 Millionen Euro auf den Rekordwert von 330 Millionen Euro. Ritters Anteil am deutschen Schokoladenmarkt habe zwischen Januar und November 2011 bei einem Fünftel (20,3 Prozent) gelegen. Bei den 100-Gramm-Tafeln seien es 26 Prozent gewesen. Beide Zahlen seien eine Verbesserung.

Grundnahrungsmittel vom Discounter im "Öko-Test"

Milfina Joghurt 3,5 % Fett erhält das Testurteil "sehr gut". Kritikpunkt waren dennoch niedrige Omega-3-Fettsäuren. Das bedeutet, dass die Kühe selten Gras und meistens Kraftfutter bekommen haben. Doch mit diesem Mangel haben auch die Produkte der Discounter Aldi Süd und Nord, Penny, Lidl, Netto und Norma zu kämpfen. Sie enthalten zusätzlich noch Weichmacher in der Verpackung. © Öko-Test
Pennys Lindenhof Gouda schneidet im Test auch "sehr gut" ab - trotz niedriger Omega-3-Fettäurewerten. Doch auch alle gestesten Gouda anderer Discounter weisen diesen Mangel auf. © Öko-Test
Das Mineralwasser "Saskia" (Medium) von Lidl schafft nur die Marke "befriedigend". Sein Mangel laut "Öko-Test": PET-Einweg. Damit befindet sich das Wasser, das ebenso wie alle anderen von seinen Inhaltsstoffen einwandfrei ist, in guter Gesellschaft mit den Marken der genannten Discounter. © Öko-Test
Jodsalz von Norma ist "sehr gut" und ohne Mangel. Ebenso wie alle anderen getesteten Billigprodukte von Penny, Lidl, Aldi Nord und Süd und Netto. © Öko-Test
Beim Sonnenblumenöl droht allseits Ungemach: Das Premium Sonnenblumenöl von Netto wurde mit der Auszeichnung "ausreichend" versehen, weil die Ölqualität zu gering ist und der Wert der Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) vergleichsweise hoch. PAKs können krebserregend und erbgutschädigend sein. Allerdings lagen die Messwerte hier immer noch deutlich unter den zugelassenen Höchstmengen. © Öko-Test
Auch bei den anderen Sonnenblumenölen war die Ölqualität nicht immer gut und Inhalststoffe und Kennzeichnung nicht immer zufriedenstellend. Norma beispielsweise zeichnet sein Öl mit dem Vermerk "cholesterinfrei" aus. © Öko-Test
Die Spaghetti im Test waren alle "sehr gut" und wiesen wie Lidls Combino Spaghetti keinerlei Mängel auf. © Öko-Test
Der Spinat jedoch hat seinen Ruf nicht umsonst, er schwächelt bei den Inhaltsstoffen. Der Vorwurf: Nitrat und Cadmium liegen über 50 Prozent der täglich empfohlenen Dosis. Deshalb erhält das Gartenkrone-Produkt von Aldi Süd auch nur das Zertifikat "ausreichend". Auch bei Norma, Penny, Aldi Nord und Netto liegt das Cadmium im Spinat darüber, bei Lidl ist es der Nitrat-Wert. © Öko-Test
Das Puda-Weizenmehl von Penny erhält nur die Auszeichnung "befriedigend", weil es erhöhte Schimmelpilzgifte enthält. Auch in Aldi Nords Goldähren-Weizenmehl stecken zu viele davon, deshalb ist es auch nur "befriedigend". Alle anderen Discount-Mehle erringen das Urteil "sehr gut". © Öko-Test
Die passierten Tomaten von Aldi Süd schneiden "sehr gut" ab. Ebenso die Tomaten aller anderen Discounter. Nichts daran auszusetzen. © Öko-Test
Der Bellarom Gold Kaffee von Lidl teilt sich die Auszeichnung "sehr gut" mit den Eigenmarken von Penny, Norma, Netto sowie Aldi Nord und Süd. Eine glatte 1 für alle. © Öko-Test

Die steigenden Rohstoffkosten drückten die Gewinnzahl merklich. “Sie bleibt leider deutlich hinter dem zurück, was wir an Umsatzplus hatten. Man darf noch nicht einmal im Ansatz annehmen, dass das in dieselbe Richtung ging“, sagte der Sprecher. Firmenchef Alfred T. Ritter sprach von einer bescheidenen schwarzen Zahl. Allein der Haselnusseinkauf für das Jahr 2012 habe sieben Millionen Euro mehr gekostet als eingeplant. Ritter legt das genaue Ergebnis prinzipiell nicht offen. Die jüngste öffentlich einsehbare Bilanz weist für das Jahr 2009 gut 1,8 Millionen Euro Überschuss aus.

Mit weltweit 900 Mitarbeitern sei die Zahl der Beschäftigten sowohl im In- als auch im Ausland leicht gewachsen. Ritter feiert im Sommer dieses Jahres seinen 100. Geburtstag. Jeden Tag verlassen 2,5 Millionen Tafeln das Schokoladenwerk in Waldenbuch.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.