Schoko-Streit:

Ritter Sport will keinen Schadenersatz

Stuttgart - Trotz seines Erfolgs vor Gericht im Schoko-Streit mit der Stiftung Warentest verzichtet Ritter Sport auf eine Schadenersatzklage gegen die Verbraucherschutzorganisation.

"Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen", sagte Unternehmenssprecher Thomas Seeger dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Das Unternehmen habe beweisen wollen, "dass unsere Deklaration korrekt ist". Das habe Ritter Sport erreicht.

Der Schokoladenhersteller hatte vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erreicht. Die Verbraucherschutzorganisation darf nach dieser Entscheidung nicht mehr behaupten, Ritter verwende für seine Voll-Nuss-Schokolade statt des natürlichen Vanille-Aromas ein künstliches Vanille-Aroma.

Die Stiftung Warentest hatte kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres der Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport die Note "mangelhaft" gegeben. In dem Testbericht hatten die Tester geschrieben, bei der Schokolade sei der chemisch hergestellte Aromastoff Piperonal nachgewiesen worden. Zu diesem Ergebnis waren die Tester aber nur auf Grund von Schlussfolgerungen gekommen - einen Nachweis für eine chemische Herstellung des Piperonal hatten sie nicht. Dieser Aromastoff kann auch natürlich hergestellt werden.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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