Rösler: Angst vor Gas-Förderung in den USA

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler

Washington - Philipp Rösler befürchtet, dass die Ausbeutung der riesigen Erdgasvorkommen in den USA und der damit verbundene Preissturz die Klimaziele in Gefahr bringen könnte.

Die Auswirkung dieser sogenannten Shale-Gas-Funde werde Auswirkungen auf die Energiemärkte in der ganzen Welt haben, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Montagabend (Ortszeit) nach einem Gespräch mit US-Energieminister Steven Chu in Washington. Das berge die Gefahr, dass die Themen Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien an Bedeutung verlören. Chu habe sich gleichwohl zu den gemeinsamen Zielen bekannt.

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„Die Zielsetzung ist weiterhin, trotz der günstigen Energiepreise weiterhin auf Energieeffizienz zu setzen. Das ist natürlich eine Riesenchance für uns, unsere deutschen Unternehmen, denn wir sind da federführend“, sagte Rösler. So habe er mit Chu eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart, unter anderem bei den Standards für Energieeffizienz sowie bei den Themen Elektromobilität und intelligente Netze. „Das hilft auch in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende.“

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In den USA werden inzwischen so große Mengen Erdgas aus Schiefergestein gefördert, dass damit nach Schätzungen die Gasversorgung der USA für die nächsten 300 Jahre sichergestellt werden könnte. Das sogenannte Fracking, mit dem das Gas geborgen wird, gilt aber als ökölogisch bedenklich. Dabei wird Wasser gemischt mit speziellen Zusatzstoffen unter hohem Druck in das Gestein gepumpt. Die Folgen für das Grundwasser und die Umwelt sind unklar.

dpa

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