Telekom, Vodafone und Co. mit Antworten

Brexit: Kommen jetzt wieder Roaming-Kosten für Deutsche in Großbritannien? Mobilfunkanbieter sind sich einig

Auch wenn es nun ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU-Kommission gibt, wird sich ab Januar 2021 vieles ändern. Aufatmen kann man scheinbar beim Thema Roaming-Kosten.

London - Reisende aus Deutschland müssen sich auch nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase in Großbritannien wohl nicht auf zusätzliche Roaming-Gebühren einstellen. Das bestätigten die Mobilfunkanbieter auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Bei uns bleibt Großbritannien in den EU-Tarifen, so wie jetzt etwa schon die Schweiz inkludiert ist“, sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom*.

Auch von Vodafone hieß es: „An den Tarifen ändert sich daher zunächst nichts.“ Für den dritten großen Mobilfunkanbieter Telefónica gilt das Gleiche: „Für O2-Kunden mit dem Reiseziel Großbritannien sind bis auf Weiteres die aktuellen Konditionen ihres jeweiligen Tarifs gültig“, sagte ein Sprecher. 1&1 teilte ebenfalls mit: „Für die Kunden von 1&1 ist in Großbritannien bis auf Weiteres EU-Roaming wie bisher möglich.“

Roaming-Kosten: Extragebühren hängen von den Regelungen der Mobilfunkanbieter der Staaten ab

Die EU hatte Gebühren für das mobile Surfen mit ihren „Roam Like Home“-Regeln innerhalb der EU-Länder abgeschafft. Mit seinem Austritt aus der EU fällt Großbritannien nicht mehr unter diese Regelung - und zum Jahreswechsel läuft zudem die Brexit-Übergangsphase* ab, in der bislang weitgehend noch die gleichen Regeln galten wie zuvor. Ob ein Anbieter Extragebühren für das mobile Surfen im Ausland berechnet, hängt allerdings davon ab, welche Regelungen die Mobilfunkanbieter der Staaten miteinander getroffen haben. Für kostenloses Roaming muss ein Land also nicht zwingend Teil der EU sein - in Norwegen und Island etwa gelten ähnliche Regeln für EU-Reisende.

Trotz des Brexits: Keine Roaming-Kosten für Deutsche in Großbritannien

Britische und deutsche Mobilfunkunternehmen wollen sich demnach zunächst gegenseitig keine Roaming-Kosten in Rechnung stellen. „Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern wird“, sagte der Vodafone-Sprecher.

Im Brexit-Handelsabkommen selbst ist das Thema nicht geregelt. Weitere Entwicklungen rund um das Abkommen zwischen Großbritannien und der EU lesen Sie in diesem Artikel. (dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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