Die E-Bikes wurden bereits 2016 verkauft

E-Bike-Rückruf bei Aldi: Achtung! Defekte Bremsen - Schwere Unfälle drohen

Eine Frau fährt Fahrrad.
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Elektrofahrrad im Rückruf: Aufgrund von Sicherheitsmängeln an den Bremsen werden E-Bikes jetzt zurückgerufen (Symbolbild).

E-Bikes von Rückruf betroffen: Achtung! Bei diesen Elektrofahrrädern können Sicherheitsmängel an den Bremsen auftreten. Verkauft wurden die Räder allerdings schon im Jahr 2016 bei Aldi.

  • Rückruf von Elektrofahrrädern
  • Sicherheitsmängel an Bremsen festgestellt
  • Betroffene E-Bikes wurden bereits 2016 bei Aldi-Nord verkauft

Kassel - E-Bikes liegen im Trend. Immer mehr Menschen steigen auf die elektronischen Fahrräder um. Erwerben können Verbraucher die Elektrofahrräder unter anderem sogar beim Discounter. Doch jetzt ist ein Modell, welches bei Aldi verkauft wurde, von einem Rückruf betroffen.

Elektrofahrrad im Rückruf: Bremsen an E-Bike können Sicherheitsmängel aufweisen

Der Lebensmittel-Discounter Aldi Nord ruft ein E-Bike zurück. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Elektrofahrrad der Marke „Hansa“. Der Drahtesel wurde von der Prophete GmbH u. Co KG produziert. Aldi-Nord schreibt laut t-online.de in einer Kundeninfomation, die in den Filialien aushängt: An den Bremsen ist ein sicherheitstechnischer Mangel identifiziert worden". Das E-Bike sollte nicht mehr verwendet werden. Sonst könnten Unfälle drohen.

Der Hersteller warnt in seinem Rückruf sogar ausdrücklich davor, die betroffenen Elektrofahrräder weiterhin in Betrieb zu nehmen, bis die Bremse einer herstellerseitigen Servicelösung unterzogen wurde. Laut Verbraucherportal produktwarnung.eu wurde das betroffene E-Bike EPAC Elektro-Fahrrad 28“ Modell HANSA im Zeitraum von März bis Juni 2016 in verschiedenen Filialen des Discounters Aldi-Nord verkauft.

Von Rückruf betroffen: Bei diesem E-Bike-Modell der Marke HANSA aus dem Hause Prophete können Sicherheitsmängel an den Bremsen auftreten.

Elektrofahrräder im Rückruf: Diese E-Bikes sind betroffen

Vom Rückruf betroffen ist das Modell HANSA EPAC Elektrofahrrad 28“ aus dem Hause Prophete, welches bei Aldi verkauft wurde, mit folgenden Produktdaten:

ArtikelHANSA E-Bike EPAC Elektrofahrrad 28“
Artikelnummer54486-0122
EAN29053421
MarkeHANSA der Firma Prophete GmbH u. Co. KG
Verkaufszeitraum März bis Juni 2016 in allen Aldi-Nord Filialen

Die Artikelnummer des E-Bikes finden Verbraucher auf dem Typenschild, wie auf nachfolgender Abbildung des Herstellers dargestellt:

Auf dem Typenschild am Rahmen des Elektrofahrrades finden Verbraucher die Artikelnummer ihres E-Bikes.

E-Bike im Rückruf: Elektrofahrrad wurde auch in Teilen von Hessen verkauft

Das Elektrofahrrad wurde nach Angaben des Herstellers ausschließlich in Filialen von Aldi-Nord in folgenden Bundesländern verkauft:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen (Teile)
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen (Teile)
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Elektrofahrrad im Rückruf: Das können Verbraucher tun

Kunden, die ein vom Rückruf betroffenes Elektrofahrrad besitzen, werden aufgerufen, sich an die Prophete GmbH zu wenden. Die Bremsen betroffener E-Bikes sollen dann laut Hersteller einer Verbesserung unterzogen und damit in einen sicherheitstechnisch einwandfreien Zustand versetzt werden. Die Maßnahme sei kostenlos.

Zur Abstimmung und Terminvereinbarung zwecks Durchführung des Rückrufes erreichen betroffene Verbraucher den Hersteller unter folgender Telefonnummer: 05242-41089699 oder Fax-Nummer 05242-4108-272. Außerdem können sich Kunden schriftlich per E-Mail unter der Adresse Hansa-E-Bike2016@prophete.de direkt an den Hersteller wenden.

Postalisch ist das Unternehmen unter folgender Adresse zu erreichen: Prophete GmbH u. Co. KG, Abteilung Kundenservice, Lindenstraße 50, 33378 Rheda-Wiedenbrück

E-Bike-Test im Video: Wie teuer ist ein gutes Elektrofahrrad?

E-Bikes in Kassel: Elektrofahrräder werden unterschätzt

In Kassel gibt es zunehmend Fahrradunfälle. Betroffen sind vor allem Senioren, die ihr E-Bike unterschätzen. So wurden beispielsweise in Kassel in den vergangenen Wochen jeden Tag etwa ein halbes Dutzend Patienten, die mit dem Rad gestürzt waren, chirurgisch behandelt. Das seien laut Angaben eines Kasseler Unfallchirurgen dreimal mehr als üblich.

Bei einem Unfall mit Elektrofahrrädern hat sich ein Ehepaar aus dem Schwalm-Eder-Kreis verletzt. Der Reifen des E-Bikes der Seniorin war geplatzt. Beide Personen erlitten Gehirnerschütterungen, Hautabschürfungen und Platzwunden und mussten vom Rettungsdienst abtransportiert werden. (Jan-Frederik Wendt und Helena Gries)

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