Erwartungen nicht erfüllt

Rückschlag für deutsche Industrie: Auftragseingang sinkt

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Die Nachfrage nach deutschen Produkten ist erneut leicht gesunken. Foto: Christian Charisius

Wiesbaden - Die deutschen Industriebetriebe haben im Februar einen weiteren Rückschlag beim Ordereingang hinnehmen müssen.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland haben den deutschen Aktienmarkt zum Handelsstart am Mittwoch belastet. Der Dax gab im frühen Handel um 0,28 Prozent auf 12 090,12 Punkte nach. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es um 0,21 Prozent auf 20 990,85 Zähler nach unten, während der Technologiewerteindex TecDax um 0,20 Prozent auf 1631,08 Punkte sank. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone notierte mit plus 0,01 Prozent praktisch unverändert.

Beim Auftragseingang in der deutschen Industrie gab es im Februar überraschend einen weiteren Rückschlag. Die Bestellungen lagen saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Experten hatten hingegen einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet. Schon im Januar war der Auftragseingang gesunken.

Für Impulse könnten am Vormittag noch die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sorgen. Die Anleger werden auch das Treffen zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und Kremlchef Wladimir Putin in Moskau im Blick behalten. Der griechische Schuldenpoker bleibe als Risikofaktor weiterhin erhalten, hieß es dazu von der LBBW.

Am Abend warten Anleger dann auf Daten aus den Vereinigten Staaten: Zunächst steht das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung von Mitte März auf der Agenda, von dem sich Investoren Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Fed erhoffen. Nach US-Börsenschluss kommen dann die Quartalszahlen von Alcoa. Mit dem Aluminiumproduzenten fällt traditionell der Startschuss zur Berichtssaison in den USA. Wegen der vielfältigen Verwendung von Aluminium in der Industrie gelten die Alcoa-Resultate als wichtiger Gradmesser für den Zustand der Wirtschaft.

Autowerte büßten hierzulande am Mittwochmorgen am kräftigsten ein. Die Papiere von BMW landeten mit minus 2,26 Prozent am Dax-Ende, gefolgt von Daimler mit einem Abschlag von 1,56 Prozent. Händler verwiesen auf eine Abstufung beider Aktien durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Die Autobranche zollt ihrem starken Kursanstieg seit Oktober vergangenen Jahres Tribut. Anleger machen nun teilweise Kasse. Händler begründen dies auch mit dem seit Mitte März wieder etwas gestiegenen Euro zum US-Dollar, was für europäische Exportwerte etwas schlechter sei.

Im TecDax büßten die Aktien von Aixtron zuletzt rund 1 Prozent ein. Die Berenberg Bank hatte sich pessimistisch geäußert zu dem Spezialanlagenbauer für die LED-Industrie. Für Schlagzeilen sorgte Aixtron zudem mit der Übernahme eines Spezialisten für Leuchtdioden aus organischem Material, den sogenannten OLED.

dpa

Mitteilung Bundesamt

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