Rüstung rettet Rheinmetall: Positives Ergebnis trotz der Krise in Autosparte

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Schützenpanzer Puma wird gut geordert.

Düsseldorf/Kassel. Das boomende Rüstungsgeschäft hat den Rheinmetall-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ vor dem Absturz in die roten Zahlen bewahrt.

Allerdings brach das vorläufige Vorsteuerergebnis (Ebit) um 96 Prozent auf nur noch 15 Millionen Euro ein, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit.

Während das Autozuliefergeschäft kriselte, florierte die Rüstungsparte, die in Kassel ihr zentrales Werk für Panzer und gepanzerte Fahrzeuge mit 950 Beschäftigten betreibt. Vor allem dank der Bestellungen für den neuen Schützenpanzer Puma erreichte der Auftragseingang den Rekordwert von 3,1 Milliarden Euro und übertraf den Vorjahreswert um 83 Prozent. Der Auftragsbestand stieg um 39 Prozent auf fast 4,6 Mrd. Euro. Das Ebit legte um fast elf Prozent auf 215 Mio. Euro zu.

Der Konzerumsatz lag mit 3,4 Milliarden Euro um rund zwölf Prozent unter Vorjahresniveau. Ausschlaggebend für die Umsatz- und Ergebnisrückgänge war ausschließlich die Autozuliefersparte. Hier brachen die Umsätze durch die Konjunkturkrise um 26 Prozent ein.

Die Verluste für das Gesamtjahr summierten sich auch infolge hoher Restrukturierungskosten auf 187 Mio. Euro. Doch scheint Besserung in Sicht. Im vierten Quartal schrieb die kriselnde Sparte dank umfangreicher Kostensenkungsmaßnahmen erstmals wieder schwarze Zahlen.  (jop)

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