Uralkali ist dabei, Silvinit zu übernehmen

In Russland entsteht ein neuer Kaliriese

Suleiman Kerimov

kassel/moskau. In Russland entsteht derzeit der größte Kaliproduzent der Welt. Der Anbieter Uralkali übernimmt den Konkurrenten Silvinit. Das neue Unternehmen wird einen Weltmarktanteil von gut 18 Prozent haben. Der bislang größte Kaliproduzent der Welt, der kanadische PCS-Konzern, kommt auf einen Marktanteil von 15,6, der Kasseler Kali- und Salzanbieter K+S bringt es auf 10,9 Prozent.

Unmittelbare Auswirkungen auf K+S werden nicht erwartet, da Uralkali und Silvinit bereits jetzt in Konkurrenz zu dem einzigen westeuropäischen Anbieter stehen. Sie werden von dem Milliardär Suleiman Kerimow kontrolliert. Der 44-Jährige ist einer der reichsten Männer Russlands. Ihm wird ein Vermögen von elf Milliarden Euro nachgesagt.

K+S äußert sich nicht zur Entwicklung in Russland. Der Dax-Konzern ist derzeit dabei, das kanadische Unternehmen Potash One für 311 Millionen Euro zu übernehmen, das Kali-Abbaulizenzen in der Provinz Saskatchewan hat. Dort wollen die Nordhessen für rund 1,8 Milliarden Euro eine neue Kalimine erschließen und ihre Produktionkapazität um ein Drittel auf zehn Mio. Jahrestonnen steigern. Gleichzeitig prüft K+S die Wiederbelebung des deutschen Kalibergwerks Siegfried bei Giesen unweit von Hildesheim, das 1987 stillgelegt worden war. K+S gehörte gestern mit einem Plus von 1,52 Prozent auf 55,89 Euro zu den Gewinnern im Leitindex Dax. Grund für den Anstieg war der aktuell hohe Absatz von Auftausalz. (jop) Foto: dpa

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