Michael O'Leary wollte Aufmerksamkeit

Ryanair: Geld für Klo-Gang? Alles nur PR-Gags

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Michael O'Leary ist sich für keinen Gag zu schade.

Frankfurt/Main - Ryanair-Chef Michael O'Leary hat eingeräumt, seiner Billig-Fluglinie mit nicht ernst gemeinten Vorschlägen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Vorstöße wie Stehplätze in Flugzeugen oder Gebühren für die Toiletten-Benutzung seien „großartige PR“ gewesen, sagte O'Leary der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Heute sei dies aber nicht mehr erforderlich, meinte der 53 Jahre alte Manager, und kündigte in dem Interview gleichzeitig Flüge von Europa in die USA ab zehn Euro „Einstiegspreis“ an. Allerdings soll dieses Angebot frühestens in fünf Jahren gelten, wenn neue Flugzeuge wieder günstiger zu erwerben seien. „Wir müssen erst auf die nächste Krise warten, dann sinken die Preise wieder.“

Die Billig-Fluglinie, die am Montag in Dublin ihre Jahreszahlen vorlegt, soll künftig attraktiver für Geschäftsreisende werden. „Ihr Anteil soll in den nächsten zwei bis drei Jahren von 23 auf bis zu 35 Prozent steigen“, sagte O'Leary der Zeitung. In Deutschland bekannte sich der Firmengründer zum Airport Frankfurt-Hahn im Hunsrück. „Hahn bleibt bei weitem unser wichtigster Flughafen in Deutschland.“ Auch für die angekündigten Transatlantikstrecken biete er sich an. „Die lange Startbahn ist ideal für große Flugzeuge“, meinte O'Leary.

Zuletzt steigerte Ryanair seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2012/13 (31. März) um 13 Prozent auf 569 Millionen Euro, der Umsatz zog ebenfalls um 13 Prozent auf 4,88 Milliarden Euro an.

dpa

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