Weltweit neue Pflanze in der EU zugelassen

KWS Saat: Energie aus der Rübe

Einbeck. Der niedersächsische Saatguthersteller KWS hat nach eigenen Angaben die Zulassung für die ersten Energie-Rüben erhalten. Die Pflanzen, die das Unternehmen aus Einbeck als „Weltneuheit“ bezeichnet, sind eigens für die Verwendung in Biogasanlagen gezüchtet. Sie sind größer als herkömmliche Zuckerrüben und bringen deshalb mehr Trockenmasse mit. Außerdem bilden sie rasch Gas. In zehn bis 15 Tagen sind sie vergoren. Zum Vergleich: Mais braucht bis zu 100 Tagen dazu.

Die Zulassung des dänischen Sortenamtes gelte für die ganze Europäische Union, sagt Alexander Coenen, KWS-Regionenleiter Deutschland/Österreich für die Sparte Zuckerrüben. Ab 2011 können Landwirte die neue Energie-Rübe anbauen. Allerdings läuft die Saatgutproduktion im großen Stil bei KWS erst an. Beim Bundessortenamt in Hannover hat das Unternehmen bereits die Zulassung von sieben weiteren Sorten von Energie-Rüben beantragt.

Auf rund 600 000 Hektar Fläche werden in Deutschland Energiepflanzen angebaut, hauptsächlich Mais. Weil Rüben einen höheren Energieertrag liefern, sieht Coenen für sie erhebliche Zuwachsraten.

Die in 70 Ländern tätige KWS-Gruppe mit rund 3500 Mitarbeitern setzte im Geschäftsjahr 2009/10 (30. Juni) 754 Millionen Euro um, von denen 51,45 Mio. Euro als Gewinn blieben. Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr 98 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. (wll)

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