Biotechnologie- und Mechatronik-Spezialist Sartorius schlägt alle Rekorde

Entwickelt sich prächtig: der Sartorius-Konzern. Noch nie zuvor hat der Laborausrüster soviel umgesetzt und verdient wie im vergangenen Jahr. Foto: Sartorius/nh

Göttingen. Der Göttinger Sartorius-Konzern hat 2010 einen Rekordumsatz und -gewinn erzielt und will im laufenden Jahr erneut profitabel wachsen.

Wie der Laborausrüster am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent auf 659,3 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebita) legte sogar um 40,4 Prozent auf 85,5 Mio. Euro zu. Somit betrug die Ebita-Marge, also das Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz 13 Prozent nach 10,1 Prozent im Vorjahr.

Und die soll nach Angaben von Vorstandschef Joachim Kreuzburg in diesem Jahr weiter auf 17 Prozent steigen. Beim Umsatz erwartet er ein Plus von sechs bis acht Prozent auf bis zu 712 Mio. Euro. „2010 war ein sehr erfolgreiches Jahr“, kommentierte Kreuzburg die guten Zahlen. Der Auftragseingang, der gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent auf 681,1 Mio. Euro kletterte, untermauert seine gute Prognose.

Getragen wurde das Wachstum von beiden Sparten: Während die Biotechnologie beim Umsatz um acht Prozent auf 432,6 und beim Ebita um 16,6 auf 70,2 Mio. Euro wuchs, stieg der Umsatz in der Mechatronik um 12,4 Prozent auf 226,7 Mio. Euro. Der operative Gewinn explodierte geradezu von 700 000 auf 15,3 Mio. Euro. Das lag daran, dass die Mechatronik im Krisenjahr 2009 weit stärker blutete als die Biotechnologie, die nahezu unbeschadet durch den weltweiten Abschwung kam. Das wirkt noch immer nach: Die Ebita-Marge der Biotechnologie liegt bei 16,2, die der Mechatronik bei 6,8 Prozent.

Bereinigt um Anteile anderer Gesellschafter und Sondereffekte wie die hohen Restrukturierungskosten in der Mechatronik bleibt dem weltweit tätigen Laborausrüster ein Reingewinn von 39 Mio. Euro und somit fast doppelt soviel wie 2009. Je Aktie sind das 2,29 Euro Reingewinn nach 1,22 Euro im Vorjahr.

Die gute Ertragslage erlaubte es dem Traditionskonzern, die Schulden um zwölf Prozent auf nunmehr 196,9 Mio. Euro abzubauen.

Das Geschäft entwickelte sich regional unterschiedlich. In der Biotechnologie lief es in der region Asien/Pazifik hervorragend, in Nordamerika sehr gut, und in Europa war es stabil. Letzteres lag aber daran, dass es im Vorjahr in Europa wegen des Schweinegrippe-Impfstoffs eine Sonderkonjunktur gegeben hatte. Die Mechatronik verzeichnete den besten Verlauf in Europa, gefolgt von den USA und Asien/Pazifik. Sartorius beschäftigt 4500 Mitarbeiter, davon 1800 in Göttingen.

Von José Pinto

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