Göttinger Labor- und Mechatronik-Spezialist kehrt zu alter Ertragskraft zurück

Sartorius verdient prächtig

Läuft rund: Die Labortechnik-Sparte ist besonders profitabel, aber auch die Mechatronik verdient wieder Geld. Foto: nh/Archiv

Göttingen. Der Göttinger Sartorius-Konzern ist nach dem Krisenjahr 2009 zur alten Ertragskraft zurückgekehrt und hat die Ergebnisprognose leicht angehoben. Bei einem erwarteten Umsatz von rund 640 Millionen Euro soll das operative Ergebnis bei etwa 80 Mio. Euro liegen.

Zum Vergleich: 2009 setzte der auch international führende Hersteller von Labor- und Prozesstechnologie 602,1 Mio. Euro um und verdiente vor Steuern 60,8 Mio. Euro.

„Das Jahr 2010 wird aller Voraussicht nach ein erfolgreiches Jahr für den Sartorius-Konzern“, kommentierte Vorstandschef Joachim Kreuzburg den guten Geschäftsverlauf. Er kündigte weitere Effizienzsteigerungen sowie die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder an.

In den ersten neun Monaten steigerte der Konzern den Umsatz um 8,5 Prozent auf 482,3 Mio. Euro. Der Auftragseingang legte sogar um 11,5 Prozent auf gut 508 Mio. Euro zu, was auf einer weitere Verbesserung der Zahlen hoffen lässt. Das operative Ergebnis stieg sogar um 34 Prozent auf 58,9 Mio. Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 12,2 (Vorjahr: 9,9) Prozent. Unterm Strich bleiben dem Unternehmen 26,4 Mio. Euro – das ist fast doppelt so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das Wachstum kam aus beiden Konzernsparten. Die Biotechnologie legte beim Umsatz um sieben Prozent auf 318,8 Mio. Euro zu und erzielte ein operatives Ergebnis von gut 50 Mio. Euro, nach 46,3 Mio. im Vorjahr.

Die Mechatronik-Sparte, die unter der Krise besonders zu leiden hatte und zeitweise in die roten Zahlen gerutscht war, erzielte im Berichtszeitraum ein operatives Ergebnis von 8,8 Mio. Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Minus von 2,4 Mio. Euro. Der Umsatz legte kräftig um 11,4 Prozent auf 146,8 Mio. Euro zu.

Zum deutlich gestiegenen Auftragseingang trugen beide Sparten bei, wobei die Biotechnologie nicht so stark zulegen konnte wie die Mechatronik. Die hatte in der Krise allerdings weit mehr Umsatz verloren als die Biotechnologie, die sich als weitgehend krisenresistent erwies.

Sartorius beschäftigt weltweit 4350 Mitarbeiter, davon 1750 am Konzernsitz in Göttingen.

Von José Pinto

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