Schäuble gegen Aufstockung des Euro-Rettungsschirms

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist gegen eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms.

München - Finanzminister Wolfgang Schäuble hat sich gegen Forderungen von Wirtschaftsexperten ausgesprochen, den Euro- Rettungsschirm auf bis zu 1,5 Billionen Euro aufzustocken.

“Ich halte von den Forderungen gar nichts“, sagte Schäuble im Bayerischen Rundfunk (Bayern2). Der aktuelle Umfang des Rettungsschirms von 750 Milliarden Euro sei ausreichend: “Wir haben ja das Instrument, um Krisen in der Eurozone zu bewältigen, daran wird im Falle Irland ja auch intensiv gearbeitet.“

Die Forderungen nach einer Erhöhung des Rettungsschirms erklärte der CDU-Politiker mit der aktuellen Nervosität. “Es wird derzeit unheimlich viel spekuliert, und da gewinnen auch ganz abseitige Äußerungen plötzlich eine Bedeutung und verunsichern die Märkte, und das schafft zusätzliche Unruhe.“ Er äußerte die Hoffnung, dass es im Falle Irlands bis Anfang kommender Woche die notwendigen Entscheidungen gebe, “damit wieder Ruhe in die Märkte einkehrt und damit diese völlig übertriebenen Spekulationen auch beendet werden“.

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Nach einem Bericht der “Bild“-Zeitung (Freitag) schlägt das Hamburgische WeltWirtschafts-Institut (HWWI) eine Erhöhung des Garantierahmens um 500 Milliarden Euro auf 1,25 Billionen Euro vor. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, hält demnach sogar eine Verdoppelung auf 1,5 Billionen Euro für vorstellbar. Bundesbankchef Axel Weber hatte am Donnerstag erklärt, im äußersten Notfall könne der 750 Milliarden Euro schwere Rettungsschirm aufgestockt werden.

dpa

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